GA-Pokal: Germania nervenstark weiter

GA-Pokal: Germania nervenstark weiter

SSV setzt sich im Elfmeterschießen durch. Keine Probleme für Cronenberger SC und TSV Ronsdorf.

Wuppertal. Zwei Kantersiege und einen absoluten Krimi erlebten die Zuschauer bei den ersten Achtelfinalspielen des GA-Pokals.

Erst nach Verlängerung und anschließendem Elfmeterschießen war die Entscheidung am Opphof gefallen und die Freudenberger Germanen konnten sich über den Einzug ins Viertelfinale freuen. Es war allerdings ein zähes Ringen, denn nach den beiden Toren im ersten Durchgang war die Partie 80 Minuten lang torlos geblieben. Gastgeber Jugoslavija war durch Neuzugang Alexander Radofski (30.) in Führung gegangen, Ahmed Eren (40.) hatte aber zehn Minuten später ausgeglichen.

Nach dem Wechsel „plätscherte“ das Spiel über weite Strecken dahin, wobei sich aber auch immer wieder Chancen ergaben. Bei den Gastgeber scheiterten Kevin Engels und Alexander Malbasic an SSV-Keeper Tom Thiele, für die Germanen vergaben Christian Köppe und Alexander Buder die besten Gelegenheiten. In der Verlängerung entwickelte sich dann ein reines Kampfspiel. Ein Pfostenschuss von Buder hätte um ein Haar noch für die Entscheidung gesorgt. Im Elfmeterschießen hatten die Freudenberger mit Ahmed Eren, Peer Kuni, Jonas Kühl und Leon Elbl die besseren Schützen, Torwart Thiele hielt einen Elfer. Bei den Gastgebern scheiterten Johannes Ziegeler und Kevin Engels.

Souveräne Vorstellung des CSC: Durch ein glattes 6:0 gegen Bezirksliga-Aufsteiger TFC Wuppertal zog der favorisierte Oberliga-Absteiger an der Hauptstraße vor rund 100 Zuschauern ins Viertelfinale des GA-Pokals ein. Auch ohne die Bach-Brüder, Paul Fudala, Lee Korkmaz und Dario Ernsten beherrschte die Elf von Markus Dönninghaus das Geschehen nach Belieben, auch wenn die Tracogna-Schützlinge eine knappe halbe Stunde lang gut nach hinten arbeiteten und um jeden Ball kämpften.

Die Platzherren ließen allerdings in der Anfangsphase durch Kapitän Nino Paland mehrfach Chancen liegen und hatten in der 25. Minute Glück, dass bei einem satten Schuss von Hamil Kefkir nach Zuspiel von Selcuk Sener die Latte rettete.

Auf diesen Weckruf reagierten die Cronenberger umgehend mit drei Treffern innerhalb von vier Minuten. Dustin Hähne (28.), Philipp Kasperek (30.) und Mirza Mujkanovic (32.) sorgten für das 3:0, ehe Paland per Strafstoß (plus Rote Karte für Strafstoßverursacher Kadir Celiker) auf 4:0 stellte (39.). Nach zahlreichen vergebenen Chancen sowie einem verschossenen Strafstoß (Jens Perne, 61.) musste Keeper Tayfun Özdemir, der mehrfach glänzend rettete, doch noch zweimal hinter sich greifen. Kasperek (72.) und Sercan Er (76.) machten das halbe Dutzend voll.

Deutlicher als erwartet setzte sich am Mittwochabend der Landesligist TSV Ronsdorf im Achtelfinalderby gegen den Kreisligisten SV Jägerhaus-Linde durch. Dabei fingen die Linder gut an, hatten in der zweiten Minute eine Chance, einen Freistoß an der Strafraumgrenze des TSV, aber der Ball blieb in der Mauer hängen. Nur sechs Minuten später stand es 1:0 für den TSV.

Lindes Torhüter Justin Herkenrath beendete einen Ausflug außerhalb des Strafraums mit einem Fehlpass auf Lukas Reinartz, der den Ball aus 30 Metern ins Tor lupfte. Nach 25 Minuten war das Spiel bereits entschieden, Kevin Hartmann (15.) und Jan Schwedler (25.) hatten Angriffe über die Außen mit dem 2:0 und 3:0 abgeschlossen. Zehn Minuten vor der Pause erhöhten Dominik Krane und Lars Heuwold innerhalb von 60 Sekunden auf 5:0.

„Das war schon ein deutlicher Klassenunterschied“, freute sich TSV-Trainer Benny Sträßer. Nach der Pause hatten auch die Linder Chancen, kamen aber nicht an TSV-Keeper Julian Wasserfuhr vorbei. In der Schlussphase erhöhte Neuzugang Daniel Reuter mit einem Doppelschlag (73. und 87.) auf 7:0. „Wir freuen uns jetzt im Viertelfinale auf den CSC. Das wird aber ein anderes Spiel“, ist sich Sträßer sicher.

In den nächsten Achtelfinalspielen treffen heute der SV Bayer und der WSV II, sowie der SC Uellendahl und Polonia aufeinander (siehe nebenstehender Bericht).

Am Freitag und Sonntag stehen dann noch drei weitere Achtelfinals an. Ob der frühere GA-Pokalsieger ASV eine Mannschaft auf die Beine stellen kann, soll sich heute entscheiden.

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