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Fußballkreise: Aus 14 könnten acht werden

Fußballkreise: Aus 14 könnten acht werden

Wuppertal/Niederberg verschmilzt vielleicht mit Solingen und Remscheid zu einem Fußballkreis.

Wuppertal. Geht es nach dem Präsidium des Fußball-Verbands Niederrhein (FVN), soll auf dem außerordentlichen Verbandstag im April in Duisburg die Reduzierung der bisher 14 Fußballkreise auf nur noch acht beschlossen werden. Als Gründe für die Reform werden die Anpassung der Kreise in ihrer Größe beziehungsweise Vereinsstärke, um diese vergleichbarer zu machen, sowie eine Anpassung in zeitgemäße Strukturen und ein Abbau von Bürokratie innerhalb des Verbandsgebietes genannt.

Ganz sicher dürfen sich die Herren um Präsident Walter Hützen und Geschäftsführer Rainer Lehmann allerdings nicht sein, denn nicht überall kamen die Pläne, die eine Arbeitsgruppe zu Beginn des vergangenen Jahres in den Kreisen vorgestellt hatte, gut an.

Einige Kritikpunkte aus den Kreisen sind im endgültig vorliegenden Vorschlag des Beirates berücksichtigt worden, der jetzt zur Abstimmung stehen soll. So hatte es beispielsweise Proteste von Vereinen aus Velbert gegeben, die ursprünglich dem neuen Kreis Essen/Bottrop zugeschlagen werden sollten. Das wurde zwischenzeitlich geändert.

Der Vorschlag sieht weiterhin eine Verschmelzung der bisherigen Kreise Wuppertal/Niederberg, Solingen und Remscheid vor, wobei nur Heiligenhaus auf eigenen Wünsch Richtung Düsseldorf/Neuss abwandern will und Leverkusen und Haan, bisher dem Kreis Solingen zugeordnet, ebenfalls Düsseldorf zugeschlagen werden sollen.

Das ist auch der Grund, warum Solingen zu den Abweichlern gehört, die im Vorfeld die Erarbeitung einer Strukturreform gefordert haben. „Man kann nicht von uns erwarten, dass wir Hurra schreien, wenn wir zerschnitten werden, während Remscheid und Wuppertal in vollem Umfang in das neue Gebilde eingehen“, sagt der Solinger Kreisvorsitzende Georg Schubert.

Aus den Kreisen Kleve-Geldern, Rees-Bocholt, Duisburg/Mülheim/Dinslaken und Oberhausen/Bottrop war ähnliche Kritik zu hören, so dass der außerordentliche Verbandstag in Duisburg eine spannende Angelegenheit werden könnte. Der Reform-Entwurf benötigt eine Drei-Viertel-Mehrheit, bei 214 Delegierten betrüge die Sperrminorität also 57 Delegierte (Solingen hat sieben).

Nachdem der Protest der Velberter Vereine berücksichtigt wurde, scheint im Wuppertal/Niederberg ebenso wie in Remscheid der Reformvorschlag wenig umstritten zu sein.

Stefan Langerfeld, Vorsitzender des Fußballkreises Wuppertal/Niederberg, will sich aber nicht aus dem Fenster lehnen. „Wir werden den Vorschlag des FVN-Beirats den Vereinen auf einem außerordentlichen Kreistag am 5. März vorstellen und dann eine Marschroute für die Abstimmung in Duisburg festlegen.“ Ursprünglich war auch die Wahl der zehn Delegierten vorgesehen. Der FVN hat allerdings gerade in einer Rundmail verfügt, dass es die gleichen Delegierten wie beim vergangenen Verbandstag sein werden. „Wir wollen aber für unsere Delegierten auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen“, sagt Langerfeld. Diskussionen über Spielbetrieb und mögliche Gruppenzuschnitte will Langerfeld noch nicht führen. „Darüber werden wir erst in einem zweiten Schritt beraten.“