Fußball: Union holt sich den Fairplay-Pokal

Fußball: Union holt sich den Fairplay-Pokal

Fußball: Barmenia vergab zum 34. Mal Preis für Fairness und Vereinsarbeit.

Wuppertal. Seit 34 Jahren hat der Barmenia-Fairplay-Pokal seinen festen Platz im Wuppertaler Amateurfußball. Dass sportliche Tabellen dabei oft auf den Kopf gestellt werden, ist nicht zwangläufig aber durchaus gern gesehen. "Es ist eben auch für die, die sonst nicht so im Blickpunkt stehen, eine Auszeichnung für gute Vereinsarbeit", sagte der Fußball-Kreisvorsitzende Stefan Langerfeld bei der feierlichen Preisverleihung für die Saison 2009/2010. Die fand wie immer in der Barmenia Hauptverwaltung statt, erstmals aber im imponierenden Festsaal des neuesten der drei Gebäuderiegel an der Kronprinzenallee und hatte mit B-Kreisligist TSV Union im Hauptpokal bei den Senioren auch einen erstmaligen Sieger.

"Man muss zugeben, es ist manchmal auch wie ein Lotterielos", merkte der Unioner Werner Stephan an, als er von Barmenia-Chef Josef Beutelmann den Wanderpokal entgegennahm. Schon einmal habe man lange beim Jugendwettbewerb geführt, als dann ein A-Jugendlicher nach einer roten Karte auch noch den Schiedsrichter beleidigte und der das Spiel abbrach, aber alle Siegchancen verloren. Dafür gibt es nämlich Punktabzüge in dem Wettbewerb, in dem neben Fairness auch zuverlässige Vereinsarbeit und das Stellen von Schiedsrichtern gefragt sind.

Beleidigungen sind gerade im Jugendbereich häufiger Grund für Sperren, berichtete Michael Kuhn von der Jugendspruchkammer des Fußballkreises. Der DFB hält die Schiedsrichter an, für schwere Beleidigungen bei Jugendspielen drei Monate Sperre zu verhängen. "Leider ist ein solches Vokabular im Alltag inzwischen kaum etwas ungewöhnliches, und uns hilft es auch nicht gerade, wenn Bundesligaspieler für das gleiche Vergehen nur drei Wochen Sperre bekommen", sagte Kuhn. 35 Verfahren hatte der Kreisjugendtag in der abgelaufenen Saison insgesamt zu bearbeiten, hinzu kam ein Dutzend besonders schwerer Fälle, die in Duisburg verhandelt wurden.

In diesem Bereich hatten die drei diesjährigen Preisträger beim Jugendwettbewerb freilich eine weiße Weste - eben vorbildlich.