Fußball-Landesligist kann Rückenwind nicht nutzen

Fußball-Landesliga : Vohwinkel muss sich mit Punkt begnügen

Das 1:1 gegen den Rather SV ist für Fußball-Landesligist FSV Vohwinkel sogar noch glücklich. Die Fehlerquote war einfach zu hoch, befand FSV-Trainer Thomas Richter.

Ernüchterung beim FSV Vohwinkel. Dem überzeugenden 4:2-Erfolg gegen den TVD Velbert vom Mittwochabend ließ der Fußball-Landesligist am Sonntag im folgenden Heimspiel ein 1:1 (0:1) gegen den Tabellenfünfzehnten Rather SV folgen. Die Füchse fanden zu keiner Zeit zur gleichen Form wie gegen Velbert, agierten häufig kopflos und produzierten zu viele Fehler, besonders in der Defensive, die die Düsseldorfer aber lediglich zu einem Treffer nutzen konnten. „Das Spiel war völlig zerfahren und die Fehlerquote war einfach zu hoch“, analysierte FSV-Coach Thomas Richter die Begegnung, und machte nach elf Pflichtspielen in wenigen Wochen auch Substanzverlust bei seinen Spielern aus. Die gute Nachricht am Ende war die Verteidigung des Vier-Punkte-Vorsprungs gegenüber dem Rather SV, der bei konsequenterer Chancenverwertung auch hätte gewinnen können.

Die Füchse mussten im Gegensatz zum Mittwoch selbst Ideen entwickeln und taten sich oft sehr schwer. Die Gäste igelten sich hinten ein und trugen über den schnellen Fumiya Tanaka oder Ibrahim Dogan, angetrieben von Soufian Yasir, gefährliche Konter vor. Bereits in der 11. Minute gelang Ex-WSVer Tom Hirsch nach schönem Zuspiel Dogans von der Grundlinie die Gästeführung. In der 18. Minute vereitelte der glänzend disponierte Rather Keeper Max Möllemann den Ausgleich nach einem Kopfball von Freddy Lühr. Nach einer halben Stunde holte er einen „Unhaltbaren“ von Ahmet Gülmez aus dem Winkel. Dass kurz vor der Halbzeitpause nach einem der zahllosen Gäste-Konter nicht das 0:2 fiel, war FSV-Torhüter Asterioa Karagiannis zu verdanken, der im Eins gegen Eins zweimal gegen Hirsch zur Ecke retten konnte.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieben die Gäste ihrer Taktik treu, ließen die Vohwinkler spielen und fuhren ihre Konter. Erst als beim FSV nach gut einer Stunde Bastian Adoma für Sven Canaki eingewechselt wurde, ging ein Ruck durch die Elf. Adoma war es dann auch in der 69. Minute, der sich nach einem Freistoß von Gülmez seinen Platz freischaufelte und das Leder aus drei Metern über die Linie drückte. Auch Ahmed Al Khalil drehte in der Schlussviertelstunde noch einmal auf, blieb aber an seinen Gegenspielern hängen oder im Abschluss Kraft statt Gefühl walten.

FSV: Karagiannis, A. Kostikidis, Götze, Canaki (63. Adoma), Winter, Hackmann, Gülmez,, Lühr, Naoya, Al Khalil, C. Kostikidis.

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