Fußball: GA-Pokal - Außenseiter Uellendahl nimmt sich viel vor

Fußball: GA-Pokal - Außenseiter Uellendahl nimmt sich viel vor

Cronenberg und Vorjahressieger FSV Vohwinkel werden von Kreisligisten „gejagt“.

Wuppertal. Beim zweiten Halbfinalqualifikationsturnier des GA-Pokals am Sonntag sind die Favoritenrollen eindeutig verteilt. In Gruppe 1 fällt sie dem Cronenberger SC zu. In Gruppe 2 scheint der Landesliga-Konkurrent FSV Vohwinkel das Maß aller Dinge. Dass die Spiele gegen die Underdogs SV Bayer und SC Uellendahl (Gruppe 1) und FC 1919 und CSI Milano (Gruppe 2) aber alles andere als Selbstläufer sind, das ist allen Beteiligten ebenso klar.

„Im vergangenen Jahr sind wir im Halbfinale gegen einen Kreisligisten rausgeflogen“, erinnert sich CSC-Trainer Markus Dönninghaus. Er ist allerdings zuversichtlich, dass sich dieses Szenario in diesem Jahr nicht wiederholt. Zwar ist der CSC erst am Montag ins Training eingestiegen, doch der siebenfache GA-Pokalsieger (zuletzt 2008) hat Ansprüche und will in der kommenden Saison ganz vorne mitspielen in der Landesliga.

Ärgster Gruppenrivale am Sonntag dürfte der SC Uellendahl sein. Der ungeschlagene Kreisliga B-Champion hat zwar nur zwei Neuzugänge, einer der beiden ist aber Abdullah Lök, der in der vergangenen Saison 62 Treffer für den TFC Wuppertal in der Kreisliga B erzielte. Und dann ist da mit Trainerurgestein Werner Boss natürlich noch einer, der weiß, wie man den GA-Pokal gewinnt. Er schaffte den Coup bereits je zweimal mit Borussia und dem SSV Sudberg. „Wir sind Außenseiter. Aber sollten wir durch Zufall gewinnen oder weiterkommen, bin ich nicht böse“, stapelt Boss tief.

Die richtig erfolgreichen Zeiten sind beim SV Bayer schon lange vorbei. Der ehemalige Verbandsligist kickt nur noch in der Kreisliga B. Unter dem neuen Trainer Klaus Dieckmann (ehemaliger Zweitligaspieler von Union Solingen und Nachfolger von Michael Schulz) sind die Rutenbecker Außenseiter der Gruppe, liebäugeln aber zumindest mit dem Halbfinale. Ihr Vorteil gegenüber dem SCU: Sie trainieren und spielen regelmäßig auf Kunstrasen.

Dass in der heimischen Lüntenbeck lediglich auf Asche trainiert wird, sollte für den FSV Vohwinkel kein gravierender Nachteil sein. Schließlich hat Trainer Holger Gaißmayer spielstarke Akteure in seinem sportlich mit 15 Neuzugängen deutlich aufgerüsteten Team — allen voran der ehemalige Regional- und Oberligaspieler Benni Knoche.

Und was man nach der sehr schwachen Landesligarückrunde fast schon vergessen hat: der FSV ist der amtierende GA-Pokalsieger. Den Überraschungserfolg von 2010 zu wiederholen dürfte zwar schwer werden, „aber unser Ziel ist ganz klar, den Titel zu verteidigen“, sagt Co-Trainer Stefan Vollmerhausen.

In der Kreisliga A landete der CSI Milano in der abgelaufenen Saison jenseits von Gut und Böse. Aber an einem guten Tag und bei der kurzen Spielzeit von jeweils 30 Minuten ist die Mannschaft auch zu einer Überraschung gegen höherklassige Gegner in der Lage.

Das hat auch der FC 1919 vor kurzem schon bewiesen, als der B-Kreisligist den etablierten Bezirksligisten SC Sonnborn aus dem Wettbewerb kegelte.