Kreispokal-Halbfinale FSV Vohwinkel gewinnt Pokalschlacht in Ronsdorf

Rund 100 Zuschauer an der Parkstraße dürften ihr Kommen nicht bereut haben, denn sie erlebten am Mittwochabend nach einem rasanten Spiel über 120 Minuten ein Elfmeterschießen, dass an Dramatik kaum zu überbieten war.

 Ein hart umkämpftes Halbfinalspiel an der Parkstraße.

Ein hart umkämpftes Halbfinalspiel an der Parkstraße.

Foto: OTTO KRSCHAK

Als Ronsdorfs Goalgetter Prosper Malua-Kikangila beim insgesamt 28. Elfmeter an FSV-Keeper Nils Ole Engels gescheitert war, hatten die Füchse den Einzug ins Kreispokalfinale nach dem 2:2 (1:1) nach regulärer Spielzeit und Verlängerung durch ein 15:14 erreicht.

Zuvor hatte sich das Team von Marc Bach nur beim ersten Schützen Ercan Akhan einen Fehlschuss geleistet und anschließend 13-mal getroffen. Beim Stand von 4:4 hatte zunächst Ronsdorfs Berkan Uslu nicht getroffen und damit erst den Elfmeter-Nervenkitzel nötig und möglich gemacht.

Beiden Mannschaften war von Beginn an anzumerken, dass sie unbedingt in das für den Niederrhein qualifizierende Kreispokalfinale einziehen wollten. In einer temporeichen und umkämpften Partie erwischten die Zebras den besseren Start und gingen in der 19. Minute in Führung: FSV-Keeper Engels unterschätzte dabei einen von Lasse Palsbroecker kurz hinter der Mittellinie getretenen Freistoß, und Nico Langels nutzte die Unachtsamkeit eiskalt aus.

Nur elf Minuten später kamen die Vohwinkeler, die immer besser in die Partie gefunden hatten, zum verdienten Ausgleich: Akhan hatte einen langen Ball auf Fredi Lühr geschlagen, der das Leder und seinen Gegenspieler gut abschirmte und aus 16 Metern überlegt abzog. Doch die Elf von Denis Levering schüttelte sich kurz und setzte ihre Angriffsaktionen über die agilen Yves Tshala, Adil El Hajui sowie Malua-Kikangila, Amos Tusevo und Uslu fort. Nach einer Ronsdorfer Eckenserie verzog El Hajui kurz vor der Halbzeit ebenso knapp wie auf der Gegenseite Henock Manata, der wie die quirligen Luis Fritzsch und Denis Arslan viel Zug zum Tor hatte. Als Manata kurz nach der Pause gegen TSV-Keeper Pascal Peinecke die Gäste-Führung verpasste, stellte El Hajui quasi im Gegenzug auf Zuspiel von Uslu auf 2:1.

Doch die Freude über die erneute Führung währte nur fünf Minuten, denn Johannes Frey lenkte einen Schuss von Arslan nach einem Eckstoß zum 2:2-Ausgleich unglücklich ins eigene Tor. Drei Minuten später hätte Niklas Stolle nach gutem Solo von Arslan über die linke Angriffsseite aus fünf Metern die Füchse in Führung bringen müssen, doch sein Schuss ging neben das Tor.

In dieser Drangphase waren die Bach-Schützlinge drauf und dran, das Spiel zu entscheiden, doch Peinecke und seine Vorderleute verteidigten das Remis. In der hektischen Schlussphase hatte Lühr in der Nachspielzeit erneut eine erstklassige Möglichkeit, doch Peinecke verkürzte geschickt den Winkel und lenkte das Leder gegen den Pfosten. Auch in der Verlängerung schenkten sich beide Mannschaften nichts, hatten jeweils noch eine Halbchance durch Malua-Kikangila und Manata und boten dem Publikum einen spannenden und unterhaltsamen Abend.

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