FSV Vohwinkel enttäuscht vor eigenem Publikum

Fußball-Landesliga : FSV: Ernüchterung nach Schlappe gegen Schlusslicht

Fußball-Landesliga: Nach 0:1 zu Hause stehen die Füchse wieder auf einem Abstiegsplatz.

Ernüchterung ist nach der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen das bisherige Schlusslicht Holzheimer SG bei Fußball-Landesligist FSV Vohwinkel eingekehrt. Der steht nun wieder auf einem Abstiegsplatz. Nach der Vorstellung im auf den Samstag vorgezogenen Duell werden beide Mannschaften wohl noch sehr lange in den unteren Tabellenregionen bleiben. Denn über weite Strecken der Partie dominierten Fehler und Missverständnisse auf beiden Seiten.

Doppeltes Pech für die Füchse durchkreuzte die Pläne von FSV-Coach Thomas Richter, denn: beim Aufwärmen verletzte sich zunächst Innenverteidiger und Kapitän Moritz Winter. Nach zehn Minuten fiel dann der nächste Innenverteidiger aus. Am Mittelkreis verletzte sich Luca Hackmann, so dass Richter erneut umstellen musste und Freddy Lühr brachte. Dass Mittelfeldmann Martin Lyttek Hackmann auf dessen Position vertreten musste, spricht für die personellen Engpässe bei den Gastgebern, sollte aber keine Entschuldigung sein. „Wir haben es nicht geschafft, einen Befreiungsschlag zu landen und nach zwei Heimsiegen nachzulegen“, sagte Richter hinterher konsterniert.

Nur zwei eigene
Chancen in 97 Minuten

Nachdem die ersten 20 Minuten relativ unspektakulär verlaufen waren, war den Neussern in der 22. Minute quasi aus dem Nichts der Führungstreffer gelungen: Marvin Meirich setzte sich gegen Anastasios Kostikidis an der Strafraumgrenze durch und schloss ins lange Eck ab. Vom 1:0 beflügelt, versuchten die Gäste nachzulegen. Und die Füchse konnten sich bei Shoda Naoya bedanken, der in letzter Sekunde vor Maurice Girke klärte (30.). Vieles erinnerte an die Schlappe gegen Heiligenhaus, denn vor dem gegnerischen Tor fehlte stets der letzte Pass, und im Mittelfeld waren die Hausherren zu oft zweiter Sieger in den Zweikämpfen. Kurz vor der Pause klärte Lyttek vor dem einschussbereiten Thorsten Linnemeyer und verhinderte das mögliche 0:2.

Auch nach der Pause fehlte das konsequente Pressing, so, wie man es sich bei den Wuppertalern vorgenommen hatte. Die beiden einzigen nennenswerten Chancen für die Füchse konnten die Zuschauer in der 56. Minute sehen: zunächst zog Ahmet Gülmez aus rund 30 Metern fulminant ab. Holzheims Keeper Nico Bayer verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich. Danach scheiterte Ahmed Al Khalil nach einem Freistoß von Christov Kostikidis am Aluminium.

Viel mehr konnten die Füchse gegen die nun tief stehenden beiden Viererketten nicht mehr ausrichten. Häufig fehlten ihnen Übersicht und Mittel. Bei Kontern, etwa über Pekin Eser oder Yannick Josten, machten es die Neusser ebenso schlecht. Auch in der siebenminütigen Nachspielzeit, die durch das Zeitspiel und die Verletzungspausen der Gäste zustande kam, fand der FSV keine Antwort mehr. „Wir sind in der zweiten Halbzeit zwar permanent angelaufen, haben aber nichts draus machen können“, resümierte Richter nüchtern.

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