Fußball-Landesliga: FSV unterliegt Kapellen trotz guter Leistung

Fußball-Landesliga : FSV unterliegt Kapellen trotz guter Leistung

Nach dem 1:2 wächst für den Fußball-Landesligisten der Abstand zum rettenden Ufer.

Anders als bei der 0:6-Hinspiel-Niederlage präsentierte sich der FSV Vohwinkel gegen den Tabellenvierten SC 1911 Kapellen-Erft am Sonntag in der Lüntenbeck mindestens ebenbürtig, musste sich am Ende aber wieder einmal knapp mit 1:2 (0:1) geschlagen geben und rutscht in der Tabelle weiter ab. Bei noch vier ausstehenden Partien beträgt der Abstand des Tabellen-17. zum rettende Ufer nun vier Zähler. Eine machbare Aufgabe, wie FSV-Coach Günter Abel aber nach der Partie kämpferisch meinte: „Das ist absolut zu schaffen, und ich habe nach dem Ausgleich gedacht, dass wir das Spiel noch gewinnen werden.“

Bereits in den Anfangsminuten stand FSV-Keeper „Asti“ Karagiannis zweimal im Blickpunkt, als er den frühen Rückstand mit zwei großartigen Reaktionen gegen Nils Mäker (2.) und später gegen Robert Wilschrey (14.), vereitelte. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Füchse immer besser ins Spiel und initiierten ihrerseits vielversprechende Angriffe: Nach Zuspiel von Ahmet Gülmez passte Sandro Avanzato, den Abel auf die Sechser-Position zurückgezogen hatte, scharf in die Mitte, wo Atsushi Kanahashi knapp verpasste. In der 26. Minute war wiederum Gülmez beteiligt, als er mit einem Distanzschuss von der Strafraumgrenze nur knapp scheiterte. Zwei Minuten später waren die Wuppertaler wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht, doch der letzte Pass von Kanahashi war zu ungenau. Nach Vorarbeit von Perne schien die Führung nach 32 Minuten fällig, aber Toni Zupos Kopfball wurde vom Aluminium gestoppt. Ein Chancenfeuerwerk - doch in Führung gingen die Gäste, als Marc Paul einen in den Strafraum gechipten Ball aufnahm und aus sechs Metern zum schmeichelhaften 1:0 verwertete (41.).

Nach Wiederanpfiff übernahmen die Hausherren wieder das Kommando. Kanahashi wurde von den Beinen geholt, der Pfiff blieb aus (46.). Anschließend wurde der Japaner zweimal geblockt, bevor Avanzato und der eingewechselte Ahmet Al Khalil für Betrieb sorgten. In der 68. Minute war es dann soweit: nach einem Blackout von Marcel Koch umkurvte Al Khalil Keeper Felix Burdzik und traf zum hoch verdienten 1:1. Doch die Freude währte ganze zwei Minuten. Auf der Gegenseite patzte Moritz Winter, und Maik Ferber netzte im zweiten Versuch zum 2:1 ein. „Da schenkst du dann einfach ein Spiel her und verpasst die Möglichkeit zum Sieg“, ärgerte sich FSV-Trainer Abel. Nach weiteren Versuchen der Füchse, die Partie noch einmal zu drehen, sah SC-Keeper Felix Burdzik nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums noch Rot (86.), was an der bitteren Niederlage aber nichts mehr änderte.

FSV: Karagiannis, Winter, Wünschmann (83. Alijevic), Hackmann, Gülmez, Naoya, C. Kostikidis, Avanzato, Zupo, Kanahashi (52. Al Khalil), Perne (62. Gomez Benavides).

Schiedsr.: Dustin Sperling

(ryz)