FSV ist vorne zu harmlos und hinten zu sorglos

Fußball-Landesliga : Vohwinkel verteilt am Ende wieder Geschenke

Fußball-Landesligist rutscht nach 0:2 und späten Gegentreffern in Amern auf Tabellenplatz 17 ab.

Erneut stand Fußball-Landesligist FSV Vohwinkel am Sonntag mit leeren Händen da, obwohl die Füchse die Partie beim Tabellensechsten VSF Amern lange Zeit offen gestalten konnten. Doch wie so häufig kassierten die Wuppertaler die Treffer beim 0:2 (0:0) in Schwalmtal in der Schlussviertelstunde und finden sich endgültig auf einem Abstiegsplatz wieder.

„Dieses Spiel darfst du nicht verlieren“, ärgerte sich FSV-Trainer Thomas Richter, der bemängelte, dass es der Mannschaft nicht gelänge, über 90 Minuten konzentriert zu spielen: „Wir haben noch nicht ein einziges Mal zu Null gespielt und verteilen Geschenke.“

Robin Götze war für Luca Hackmann in die Startelf gerückt, Bastian Adoma für Ahmet Al Khalil. Im Vergleich zum 1:4 gegen Heiligenhaus stand das Team lange Zeit defensiv stabil und hatte gleich zu Beginn eine gute Möglichkeit: Shoda Naoya passte von der linken Angriffsseite zu Adoma, doch statt selbst abzuschließen, legte er ungenau quer auf den mitgelaufenen Freddy Lühr und die Chance verpuffte. Überraschend agierten die Gastgeber relativ passiv und schienen auf Fehler der Vohwinkeler zu spekulieren. Chancen vor den beiden Toren besaßen Seltenheitswert. Nach einer knappen halben Stunde brachte Martin Lyttelk einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum, doch Moritz Winter bekam das Spielgerät nicht unter Kontrolle. Erst kurz vor der Pause zog die Elf von Dennis Sobisz die Zügel etwas an und kam durch einen Freistoß zur ersten Möglichkeit (44.).

Der Trend setzte sich im zweiten Durchgang fort, als die Hausherren mehr Ballbesitz hatten. Die Füchse standen zunehmend tiefer und konnten sich bei Keeper Asterios Karagiannis bedanken, der in der 65. Minute einen Kopfball von der Linie fischte. Lyttek hatte zwischenzeitlich bei einer weiteren Standardsituation Pech, dass sein Ball zu zentral aufs Tor kam.

Bis zur 75. Minute konnten die Füchse den Angriffsbemühungen des VSF Amern standhalten. Doch dann nahm das Schicksal erneut seinen Lauf: Hackmann, kurz zuvor für den erschöpften Lühr eingewechselt, klärte eine Standardsituation der Gastgeber, ehe die Defensivabteilung die Übersicht verlor und keinen Druck auf den Ball führenden Spieler ausübte. Als die Vohwinkeler Innenverteidigung nach einem Chip-Ball auf Abseits spekulierte, nutzte Kapitän Dominik Bischoff die Verwirrung und hatte keine Mühe, zur Führung einzunetzen. „Wir schaffen es einfach nicht, bis zum Ende aufmerksam zu sein“, musste Richter fünf Minuten vor dem Ende den zweiten Gegentreffer mit ansehen: gegen die aufgerückten und ungeordneten FSV-Akteure markierte Bischoff nach einem Konter das 2:0. ryz

FSV: Karagiannis, Götze, Alijevic, Winter, Gomez Benavides, Lyttek, Lühr (73.Hackmann), Gülmez, Naoya, Adoma, C. Kostikidis.

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