Cronenberger SC: Fischeln bestraft die CSC-Fehler

Cronenberger SC: Fischeln bestraft die CSC-Fehler

Fußball-Oberligist unterliegt den starken Gästen deutlich mit 2:5 und steht wieder auf einem Abstiegsplatz.

Wuppertal. Lange Gesichter beim Cronenberger SC: Kassierte der Aufsteiger bislang nur in der Fremde heftige Niederlagen, gab es selbige am Sonntag auch in einem Heimspiel. Die fiel mit 2:5 gegen den VfR Fischeln zwar etwas zu hoch aus, verdient war sie jedoch. Der CSC sackt auf Rang 15 ab, dem ersten Ticket für die Landesliga in der kommenden Saison.

Gegen die Krefelder rannte der CSC schon früh der Musik hinterher, als der spielstarke Gast die CSC-Abwehr aushebelte und bereits nach sechs Minuten durch Stefan Linser in Führung ging. Gewarnt durch die Cronenberger Heimserie von zuvor drei in Folge gewonnenen Spielen, ließ der VfR nicht locker und nutzte eine weitere gute Kombination zum 2:0 (Alexander Lipinski, 21.).

Die Cronenberger Pleite nahm ihren Lauf, aber nun wehrten sich die Gastgeber und zeigten neben Kampfgeist plötzlich auch mehr Spielwitz. Endlich gab es Kontersituationen und schöne Kombinationen der eigenen Mannschaft für die CSC-Fans. Im Mittelpunkt stand Tarkan Türkmen, der zwei gefällige Passagen über die linke Seite initiierte und den Ball schön per Doppelpass in die gefährliche Zone weiterleitete. Nach 37 Minuten wäre auch fast der Anschlusstreffer fällig gewesen, doch der für den aktionsarmen Jens Perne eingewechselte Osman Öztürk schoss den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. „In dieser Phase hätte wir ein Tor erzielen können“, sagte CSC-Trainer Peter Radojewski, der aber insgesamt unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft war. „Es war zu fehlerbehaftet. Um gegen ein so starkes Team etwas zu holen, müssen wir länger die Null halten.“

So war der CSC gezwungen, nach der Pause mehr zu riskieren. Dem eingewechselten Marcin Müller bot sich die Chance zum Anschlusstreffer, doch auch er verfehlte. Neben der Anfälligkeit in der Abwehr war die Dauerbaustelle Abschlussschwäche wieder einmal offensichtlich. Wobei die Anspruchshaltung mancher Cronenberger Besucher nach der nächsten vergebenen Chance schon als sehr bodenständig zu bezeichnen ist. „Schließlich wollen wir nicht Meister werden, sondern nicht absteigen“, brachte es ein Besucher auf den Punkt.

Nun kam auch noch Pech hinzu, als Fischeln durch einen abgefälschten Freistoß die Führung auf 3:0 ausbaute (65.). Doch der CSC ließ sich nicht hängen und kam nur zwei Minuten später durch Öztürk zum Anschlusstreffer, der nochmals Kräfte mobilisierte. Allerdings zeigten wiederum die Krefelder, warum sie zu den Topteams der Liga gehören. Eine Kontersituation nutzte Semih Ergin nach 76 Minuten zur endgültigen Entscheidung. Die Gastgeber mussten nach einem katastrophaler Rückpass, der Torwart Marcel Langendorf zum Foulspiel zwang, per Elfmeter auch noch das 1:5 schlucken. Etwas aufhübschen konnte der eingewechselte Timo Leber das Ergebnis mit seinem ersten Saisontor zum 2:5 (90.).

„Wir haben heute kollektiv nicht gut gespielt und oft die falschen Entscheidungen getroffen. Zudem war unser Passspiel zu schlecht. Aber wir dürfen uns mit der Niederlage gar nicht lange aufhalten und müssen uns nun auf das Spiel bei Schwarz-Weiß Essen vorbereiten“, sagte Radojewski. Am kommenden Sonntag geht es zum punktgleichen Tabellennachbarn.