Tennis: Favoritenstürze an der Horather Schanze

Tennis : Favoritenstürze an der Horather Schanze

Bei den Tennis-Stadtmeisterschaften gibt es die ersten faustdicken Überraschungen.

Favoritenstürze sind das Salz in der Suppe bei sportlichen Wettbewerben, und das ist auch bei den 55. Wuppertaler Tennis-Stadtmeisterschaften auf der Anlage des WTC Dönberg nicht anders. Da wartete die bis dahin nicht sonderlich in Erscheinung getretene Mara Hamburger in der offenen Damen-Klasse mit einem 6:3, 6:3 über Isabel van Lent auf. Das Sensationelle dabei: Mara Hamburger hat die Leistungsklasse 14, während ihre Gegnerin, die Tochter von Ex-Fußballprofi Arie van Lent (jetzt Trainer beim Gladbachs U 23) auf die LK eins verweisen kann. Ein Vergleich mit dem Fußball: Das ist so, als würde der Cronenberger SC den BVB aus dem DFB-Pokal werfen.

Dämpfer für das Brüderpaar
Toto im Doppel

Aber auch die Nummer zwei in der Herren-Doppel-Konkurrenz, die Gebrüder Ante und Nino Toto (SV Bayer) , musste sich völlig überraschend dem BTC-Duo Louis Menze/Jonas Poswiat mit 6:4, 6:7 und 7:10 im Matchtiebreak geschlagen geben. Dazu passt sicher auch der 6:2, 6:3- Erfolg von Angela Schwerter (Barmer TC) über die Mitfavoritin Sandra Schöneweiß (WTC Dönberg) bei den Damen 40.

Angela Schwerter hat damit schon das Halbfinale erreicht, während ihr Mann Stefan Schwerter an der Seite von Thomas Müller (SV Bayer) bei den Herren 40 bei den Meisterschaften von Sieg zu Sieg eilt.

In der offenen Herrenklasse zeigte Maurice Monetha (Bayer) gegen Jonas Poswiat (BTC) sein technisches Können, siegte 6:2, 6:3, trifft aber nun am Montag um 17.30 Uhr auf den Topfavoriten Holger Zühlsdorf (TC Ratingen).

Ferdinand Spickhoff steht
schon im Viertelfinale

Auf den Sieger wartet ein Match gegen den aufstrebenden Ferdinand Spickhoff, der nach Siegen gegen Robert Welkner und Björn Zirden (beide BWE) schon im Viertelfinale steht. Ebenso wie Sebastian Harks (Bayer), der seinen Mannschaftskameraden Julius Drees in zwei Sätzen aus dem Rennen warf.

Gewohnt souverän bei den Herren 30: Matthias Schramm (BWE), der am Samstag mit 6:1 und 6:0 über den Hildener Eduard Bourmann die nächste Runde erreichte.

Land unter auf der Terrasse nach Starkregen am Samstag

Turbulent ging es am Samstagabend auf der Anlage an der Horather Schanze zu, als nach dem abschließenden Flutlichtspiel fünf Minuten Starkregen und Sturm ausreichten, um auf der neu gestalteten Terrasse des WTCD-Clubhauses Verwüstungen anzurichten. „Aber personelle und finanzielle Schäden sind nicht entstanden. Wir hatten schnell wieder alles im Griff“, meinte Turnierleiter Lars Hess in gewohnt guter Laune.

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