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Essens Kefkir mit einem „Heimspiel“

Fußball-Regionalliga : Essens Kefkir mit einem „Heimspiel“

Eine Bombenstimmung herrschte bei Rot-Weiß Essen zu Beginn der Saison. Zum einen war das Team von Trainer Christian Neidhart mit einem 3:0 beim Bonner SC furios in die Saison gestartet, zum anderen wurde vier Tage später in Bergeborbeck eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt und entschärft.

Da das Stadion an der Hafenstraße im Evakuierungsbereich lag, durften Geschäftsstelle und Fan-Shop des Vereins einen Tag nicht öffnen.

 Im Heimspiel gegen den SV Straelen setzte es ein ernüchterndes 1:4, es war die erste Liga-Pleite für RWE auf eigenem Platz seit mehr als 18 Monaten. Straelen scheint zum Essener Angstgegner zu werden. Im Mai hatte der SVS im Halbfinale des Niederrhein-Pokals an der Hafenstraße triumphiert. RWE-Kapitän Dennis Grote meinte: „In einem Heimspiel vier Treffer zu kassieren, ist bodenlos. Am Freitag fehlten Biss und Wille.“

Am Mittwoch (Anstoß 19 Uhr, Stadion am Zoo) gilt es im stets brisanten West-Duell beim WSV, die Niederlage von Straelen vergessen zu machen. Nicht nur die Torjäger Simon Engelmann und Zlatko Janjic wollen sich im Stadion am Zoo beweisen. Mit Oguzhan Kefkir steht Trainer Neidhart eine weitere Offensiv-Kraft zur Verfügung. Kefkir freut sich besonders, dass seine Rot-Sperre vor dem Duell beim WSV beendet ist. Schließlich ist Kefkir in Wuppertal geboren, bis 2002 spielte er in der Jugend des SV Bayer. Seine Familie samt der drei Monate alten Tochter lebt in Wuppertal und natürlich hofft Kefkir, der am Freitag 30 Jahre alt wird, dass er nach dem Spiel nicht erst wieder mit den Kollegen im Mannschaftsbus nach Essen fahren muss. tsch