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Es läuft noch nicht rund beim TVB

Es läuft noch nicht rund beim TVB

Der zweite Platz im Beyeröhde-Cup täuscht über viele Schwächen im Team des Handball-Zweitligisten hinweg.

Wuppertal. Beyeröhdes Kapitän Mandy Münch (25) fasste die Leistungen mit drei Worten treffend zusammen: „Es muss besser werden.“ Sie meinte damit nicht den durchaus passablen zweiten Platz hinter dem Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe beim Beyeröhde-Cup in der Sporthalle Buschenburg, sondern die fehlende Abstimmung im Spielaufbau und in der Abwehr, die mangelnde Torausbeute und die technischen Fehler.

In den vier Spielen gegen den holländischen Erstligisten Handbal Venlo, den Zweitliga-Aufsteiger TuS Lintfort und den Drittligisten 1. FC Köln sowie Blomberg-Lippe waren Beyeröhde einige Fehler unterlaufen. Trainerin Meike Neitsch sparte nicht mit Kritik und ließ die drei strapaziösen Trainingseinheiten des Vortages sowie das lockere 42:22 im Benefizspiel gegen den HSV Gräfrath nicht als Ausreden gelten. „So eine schlechte Vorbereitung habe ich noch vor keiner Saison erlebt“, schimpfte die ehrgeizige Trainerin. „Kaum, dass ich mal den vollständigen Kader zur Verfügung hatte. Da werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht, und wir können sie mangels Beteiligung beim Training nicht abstellen. Ich bin regelrecht frustriert“, zeigte sie sich verstimmt.

Selbst sichere Schützinnen wie Marieke Köhler, Ramona Ruthenbeck oder Melina Fabisch ließen viele Chancen aus. Wobei Neuzugang Ramona Ruthenbeck bei der Junioren-WM die größten Spielanteile von allen deutschen Damen gehabt hatte und sich wegen einer Fußverletzung nicht wie gewünscht integrieren konnte. Meike Neitsch war nur mit den beiden Außen Jennifer Jörgens und Michelle Stefes zufrieden.

Zum Turnierauftakt hatte es für den TVB ein mageres 13:12 gegen die Meisjes aus Venlo gegeben, die gegen Blomberg-Lippe und den 1. FC Köln jeweils klar untergegangen waren. Dem folgte ein standesgemäßes 12:18 gegen den Erstligisten Blomberg-Lippe, dessen Trainer Andre´ Fuhr auch alles andere als zufrieden wirkte. Das 9:8 über den 1. FC Köln offenbarte erneut Abschlussschwächen und den Hang zu Pfostentreffern, aber auch eine Torwartleistung von Dana Centini, die weit unter ihrem Standard lag. Auswechselmöglichkeiten gab es für Meike Neitsch und Torwarttrainer Ralf Börner nicht, weil die zweite Torfrau, Jennifer Weste, zum Polizeidienst musste.

Im Abschlussspiel gegen den sehr starken und vor allem in der Abwehr aggressiv auftretenden neuen Liga-Konkurrenten TuS Lintfort fand Dana Centini erst in der Schlussphase zu ihrer Normalform und verhinderte eine Niederlage, die den vorletzten Platz im Turnier-Tableau zur Folge gehabt hätte. 15:15 hieß es am Ende.