Amateurfußball : Entscheidung der Vernunft

Zur Annullierung der Fußballsaison in den Amateurligen und Sport in Coronazeiten.

Als praktisch letzte Sportart hat jetzt auch der Amateurfußball am Niederrhein den Abbruch der laufenden Saison beschlossen und damit tausenden Fußballern an Rhein, Ruhr und Wupper Planungssicherheit beschert. Alles andere wäre unverantwortlich gewesen, selbst wenn die Pandemielage sich wider Erwarten in Kürze entspannen würde. Sportler, die  fast ein halbes Jahr lang nicht mehr regulär trainieren konnten, noch einmal in den Wettkampf zu schicken, der auch noch wenig sportliche Gerechtigkeit gebracht hätte, das ging gar nicht. Auch wenn sich so mancher ambitionierte Verein um Aufstiegschancen gebracht sieht. Wuppertaler Teams betrifft das weniger, da befanden sich einige eher im Abstiegskampf.  Das darf in Coronazeiten ohnehin kein Entscheidungskriterium sein. Genauso wenig wie die Tatsache, dass es an der Schnittstelle  zum Profibereich - der Regionalliga - nun weniger Absteiger gibt.  Für den Wuppertaler SV war der Abstiegskampf dank starker Darbietungen zuletzt ohnehin kein Thema mehr gewesen.

Ein Thema - und das gilt nicht nur für den Fußball - muss dagegen sein, wie man vor allem Jugendlichen und Senioren so schnell wie möglich wieder gemeinschaftliche Bewegung ermöglicht. Hier drohen ganze Generationen dem Sport verloren zu gehen, mit bedrohlichen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Effekten und unabhängig von Punkten und Toren.