Einen Ironman für das Kinderhospiz bestanden

Einen Ironman für das Kinderhospiz bestanden

Martin Cieklinski in Barcelona im Ziel: 7000 Euro „Erlös“.

Wuppertal. Mit ihrer Organisation Sportlerhelfen haben die Extrem-Mountainbiker Martin Cieklinski und Maik Kaufmann in zehn Jahren schon rund 180 000 Euro für den guten Zweck gesammelt. Jetzt darf Cieklinski auch einen erfolgreich bestandenen Langdistanz-Triathlon in die Liste der Aktionen aufnehmen. Nach 14:37 Stunden erreichte er am Wochenende beim Ironman in Barcelona das Ziel und erfüllte damit die Vorgabe der Spender, die in diesem Fall Geld für das Kinderhospiz im Burgholz geben wollten. Rund 7000 Euro werden das sein, sagt Cieklinski stolz. Die Idee hatte er vor zehn Monaten mit dem Geschäftsführer von Hauptsponsor Brose ausgeheckt.

Foto: Nina Däumig

„Damals konnte ich noch nicht einmal richtig Kraulschwimmen, und vor dem Laufen hatte ich ohnehin einen Horror“, berichtet Cieklinski.

Dass er in Barcelona, wo im Meer geschwommen wird, das Gefühl hatte, über Nacht wären ein paar Bojen hinzugekommen, weil sich die 3,8 Kilometer lange Strecke unglaublich zog, war da kein Wunder. Nach 1:40 Stunden verließ er das nasse Element und freute sich auf seine Spezialdisziplin Radfahren. Aufgrund des starken Windes wurde die allerdings schwerer als gedacht. Lebengefährtin Nina Däumig, die ihn an der Strecke unterstützte und die Zwischenzeiten verfolgte, machte sich schon Sorgen, dass da eine Panne passiert sein müsse. Doch später, mit Rückenwind, spielte sich das wieder ein. Nur nicht überziehen und genug trinken dachte sich Cieklinski beim Marathon. Bis dato war er längstens 25 Kilometer am Stück gelaufen. So dauerte es 5:38 Stunden, bis er das Ziel erreichte. Auf den letzten fünf sei die Euphorie bei ihm dann so groß gewesen, dass er einen Purzelbaum über die Ziellinie gemacht habe“, berichtet er.

Der Spendenscheck ans Kinderhospiz soll im Rahmen der nächsten Aktion von Sportlerhelfen überreicht werden. Am 14. Oktober versucht Cieklinski im Ronsdorfer Bandwirker Bad mit sieben anderen Sportlern einen 24-Stunden-Guiness-Rekord im Unterwasser-Spinning (Radfahren) aufzustellen. gh

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