Eine ideale Schwimm-Arena

Die Schwimmoper bot den besten deutschen Jugendteams einen tollen Rahmen für die nationalen Titelkämpfe.

Die Schwimmoper auf dem Johannisberg erwies sich beim Bundesfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) einmal mehr als idealer Austragungsort hochkarätiger Schwimmveranstaltungen. Nachdem der Deutsche Schwimmverband fünf Jahre in Folge die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften nach Wuppertal vergeben hatte, bevor man mit diesen Titelkämpfen 2016 nach Berlin ging, war die Schwimmoper am Samstag und Sonntag wieder einmal Schauplatz einer nationalen Meisterschaftsentscheidung. Ausrichter SV Bayer hatte den 70 teilnehmenden besten deutschen Nachwuchsmannschaften und den Zuschauern auf den vollbesetzten Tribünen beste Voraussetzungen für eine rundum gelungene Meisterschaft geschaffen.

Der DSV sparte am Ende nicht mit Lob für die Rutenbecker. „Das Team der SV Bayer um Simone Osygus und dem Stadtsportbund Wuppertal mit Geschäftsführer Volkmar Schwarz an der Spitze hat eine stimmungsvolle Veranstaltung in die Schwimmoper gezaubert“, sagten übereinstimmend der Vorsitzende der Fachsparte Schwimmen im DSV, Tjark Schröder, und die Sachbearbeiterin für Mannschaftwettbewerbe, Ulrike Siebrasse.

Das Umfeld übertrug sich auf die jungen Sportlerinnen und Sportler, die in vier Altersklassen von der Jugend D bis A um Titel und Medaillen im wichtigsten Mannschaftswettkampf auf nationaler Ebene kämpften. Auf dem Wettkampfprogramm standen ausschließlich 4 x 100-m-Staffeln in allen vier Schwimmlagen und eine zusätzlich ausgetragene 4 x 100-m-Lagenstaffel. Besonders gut drauf waren die weibliche D- und männliche C-Jugend des SC Magdeburg, die jeweils mit DMSJ-Rekorden ihre Altersklassen gewannen.

Mit zwei Mannschaften hatte sich die SG Bayer für das Finale qualifiziert. Ihren Heimvorteil konnte der Bayer-Nachwuchs allerdings nur bedingt nutzen. Die männliche C-Jugend, die mit der zehntbesten Qualifikationszeit in die Wettkämpfe ging, wusste durchaus zu überzeugen. Die Schwimmer aus den Jahrgängen 2004 und 2005 konnten sich gegenüber der Qualifikation um fast vier Sekunden auf 23:21,49 Minuten steigern und ihren zehnten Rang verteidigen. „Die Mannschaft hat zu 100 Prozent ihr Ziel erfüllt. Alle eingesetzten Schwimmer haben voll überzeugt“, lobte Betreuerin Lena Woestmann ihr Team. Einen Einbruch hatte hingegen die weibliche B-Jugend zu verzeichnen. Mit der drittbesten Qualifikationszeit von 22:01,09 Minuten hatten sich die Mädchen vor dem Finale Medaillenchancen ausgerechnet. Daraus wurde aber nichts. Mehr als sechs Sekunden büßte das Team gegenüber der Qualifikation ein und rutschte auf Platz fünf ab.

Voll überzeugen konnten die Bayer-Mädchen nur über 4 x100 m Brust. Diese Staffel wurde in 4:55,47 Minuten gewonnen, wobei der Sieg durch eine Top-Leistung von Schlussschwimmerin Vivienne Selling sichergestellt wurde. Nur in dieser Staffel verbesserten die Bayer-Mädchen ihre Qualifikationszeit vom SV NRW-Finale Anfang Dezember.

Besonders krass trat der Einbruch am zweiten Wettkampftag zu Tage, an dem die jungen Bayer-Damen über 4 x 100m Schmetterling und 4 x 100m Lagen jeweils drei Sekunden über ihrer Qualifikationszeit blieben. Im Vergleich dazu steigerten sich die vor der SG Bayer platzierten Mannschaften in allen Staffeln erheblich. „Von den eingesetzten Mädchen waren einige im Januar krank und konnten teilweise zwei Wochen nicht trainieren. Besonders am Ende der Veranstaltung machte sich der Trainingsrückstand dieser Schwimmerinnen deutlich bemerkbar“, resümierte Bayer Uerdingens Trainer Klaas Focken, der mit dem Wuppertaler Axel Focke diese Mannschaft betreute.