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Die Wuppertal Greyhounds haben mächtig aufgestockt

Die Wuppertal Greyhounds haben mächtig aufgestockt

1200 Zuschauer verfolgten am Gelben Sprung den Wupperbowl — das Vorbereitungsturnier des Verbandsliga-Aufsteigers.

American-Football-Spektakel am Gelben Sprung: Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten knapp 1200 Zuschauer die vierte Auflage des Wupperbowls. Beim Saison-Vorbereitungsturnier des Verbandsliga-Aufsteigers Wuppertal Greyhounds stellten sich mit dem Oberligisten Schiefbahn Riders aus Willich und dem Verbandsligisten Troisdorf Jets II zwei hochklassige Teams vor. Verbandligist Kerpen Bears hatte kurzfristig abgesagt.

„Wir suchen uns die Gegner ja auch selber aus und wollen gefordert werden“, sagte Greyhounds Cheftrainer Guido Zink vor den Spielen und fügte hinzu: „Unser Ziel ist es, uns gut zu verkaufen, und natürlich wollen wir immer gewinnen.“ Das klappte im ersten Spiel gegen Troisdorf auch sehr überzeugend. Am Ende stand ein souveräner 27:0-Erfolg zu Buche. Knapp zwei Wochen vor der Saisoneröffnung bei Aufstiegsfavorit Münster Blackhawks sieht Trainer Guido Zink seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. Zink: „Die Vorbereitung ist sehr gut gelaufen. Wir haben viel ausprobiert und ich war positiv überrascht, auch wenn wir noch lange nicht da sind, wo wir sein könnten.“

Mit sechs neuen Co-Trainern hat der Aufsteiger nochmal fachliche Kompetenzkraft dazugewonnen und geht mit insgesamt elf Trainern und 60 Spielern in die neue Spielzeit. „Wir haben einen guten Kader, und ich denke, wir haben auch das Potenzial, gleich oben mitzuspielen“, gibt sich Achim Otto, erster Vorsitzender der Greyhounds, optimistisch. Unter anderem mit Defensive End Keven Losch (Köln Crocodiles) aus der zweiten Bundesliga, David Gerhards (Remscheid Amboss, Defensive End) aus der Regionalliga und Tight End Philipp Naumann (Solingen Paladins) haben die Wuppertaler deutlich an Qualität dazugewonnen. Namhafte Abgänge gab es nicht.

Auch bei den Greyhound-Spielern kommen die Verstärkungen gut an. „Die Stimmung in der Mannschaft ist vor dem Saisonstart gelassen, die Motivation ist sehr hoch. Durch die neuen Trainer sind nochmal mehr technische und taktische Komponenten in unser Spiel gekommen. Das ist sehr positiv“, sagt Left Tackle Pascal Brygier.

Neuzugang Dennis Müller betont die Gemeinschaft, die die Greyhounds auszeichnet. „Wir haben einfach ein klasse Team. Dazu eine hohe Trainingsbeteiligung und dadurch eine hohe Trainingsintensität. Wir wollen einfach als Team täglich besser werden“, sagt der Defensive Tackle.

Das Resultat des harten Trainings: In der Vorbereitung wurde der Verbandsligist Langenfeld Longhorns II aus der Parallelgruppe klar mit 27:14 besiegt. Und auch beim Wupperbowl präsentierten sich die Greyhounds als eine Einheit.

Daran konnte auch die 6:21-Niederlage gegen die Riders nichts ändern. Headcoach Zink sprach von einem „guten Abschluss der Vorbereitung“. Oberligist Schiefbahn, der zuvor bereits Troisdorf mit 34:0 besiegt hatte, sicherte sich den Wupperbowl 2016.

Riders Middle Linebacker Torben Höffler zeigte sich zufrieden: „Hier spielst du gegen Gegner, gegen die du sonst nie spielst. Das Turnier hat ein gutes sportliches Niveau und ist auch gut organisiert.“

Die Fans an der Seitenlinie waren nicht nur mit den sportlichen Leistungen zufrieden. „Die Musik ist super, das Essen ist gut. Einfach ein schönes Tagesturnier“, sagte Anna-Lena Schmitz. In seiner vierten Auflage ist der Wupperbowl inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden.