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Niederrheinpokal: Der WSV und seine Fans träumen vom Pokal-Endspiel

Niederrheinpokal : Der WSV und seine Fans träumen vom Pokal-Endspiel

Der Wuppertaler SV sammelt alle Kräfte für das Halbfinale am Mittwoch gegen Oberhausen.

Wuppertal. Die Meisterschaft ist so gut wie geschafft, da steht Fußball-Oberligist Wuppertaler SV am Mittwoch ein ganz besonderes Spiel bevor: Das Halbfinale im Niederrheinpokal. Wenn um 19.30 Uhr der Regionalliga-Siebte Rot-Weiß Oberhausen zum Duell ins Stadion am Zoo kommt, ist es für den WSV die Gelegenheit, erstmals seit 2007 wieder das Finale zu erreichen. Gegner am 28. Mai wäre dann Rot-Weiß Essen. Der Sieger darf im DFB-Pokal antreten.

Die Wuppertaler, die in der Meisterschaft nach ebenso harten wie erfolgreichen Wochen zuletzt müde wirkten, wollen für die morgige Partie noch einmal alle Kräfte mobilisieren. „Ab sofort gilt unser Fokus nur dem Duell gegen Oberhausen“, verspricht der Sportliche Leiter Manuel Bölstler und ergänzt: „Es gibt doch nichts Schöneres, als dann so ein Endspiel zu erreichen.“ Dafür werde die Mannschaft alles aus sich ’rausholen. Ob es taktische und personelle Änderungen geben wird, ließ er offen: „Wir haben mehrere Varianten durchgespielt.“

Beide Mannschaften haben sich in den vergangenen Spielen mehrfach beobachtet. „Ich glaube schon, dass wir die Chance haben, zu gewinnen“, sagt Bölstler. Es könnte zudem das erste Pokalspiel der Saison werden, das sich auch finanziell lohnt. Mit mehr als 4000 Zuschauern rechnet Geschäftsstellenleiter Dennis Brinkmann, wobei Dauerkarten für die Partie nicht gelten. Allein Oberhausen hat bereits 600 Karten abgesetzt und weitere nachbestellt. Aus Oberhausen rollt für die Fans der Gäste ein Entlastungszug nach Wuppertal. Auch der WSV hat den Vorverkauf in der Geschäftstelle im Stadion und im Fanshop in der Rathaus-Galerie noch einmal angekurbelt. Die Tageskassen öffnen am Spieltag um 18 Uhr.

„Unser Ziel ist der DFB-Pokal, und das Halbfinale im Niederrheinpokal eine Vorstufe“, sagt Oberhausens Sportlicher Leiter Frank Kontny. Er hofft auch auf den Einsatz von Ex-Gladbach-Profi Robert Fleßers. Fleßers, der wie Felix Herzenbruch und Felix Haas vor drei Jahren beim WSV gespielt hat, kommt nach einer Knöchelverletzung langsam wieder zurück. Er wurde am Samstag beim 2:1-Arbeitssieg gegen Wegberg-Beeck eingewechselt, erzielt nach 81 Minuten den späten Ausgleich. Auch Felix Herzenbruch freut sich auf die Partie in seiner Heimatstadt, auch wenn er seit drei Jahren in Oberhausen wohnt und sich bei RWO wohl fühlt. "Wir wollen in den DFB-Pokal", stellt er klar. Vor zwei Jahre hatte sein Team zuletzt die große Chance dazu gehabt, scheiterte damals aber im Endspiel des Niederrheinpokals an Außenseiter Sportfreunde Baumberg.

„Ich erwarte ein schwieriges, kampfbetontes Spiel. In Wuppertal wird gute Arbeit geleistet“, sagt Kontny vor dem Spiel am Mittwoch, bei dem RWO bis auf den verletzten Abwehrspieler Tim Hermes personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Beim WSV wird natürlich Kapitän Gaetano Manno nach seinem Wadenbeinbruch schmerzlich vermisst. Erfolgreich war der WSV in den vergangenen Wochen allerdings auch ohne ihn und hofft, dass das auch am Mittwoch gelingt.

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