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Der WSV übersteht die erste Pokalrunde ohne Glanz

Der WSV übersteht die erste Pokalrunde ohne Glanz

Gegen den Landesligisten SV Straelen tut sich der Regionalligist vor 678 Zuschauern im Stadion am Zoo schwer. Aydogmus trifft zweimal beim 2:1-Sieg.

Wuppertal. Es war ein typisches Pokalspiel. Aus Sicht der WSV-Fans leider eines von der Sorte, wie man es sich als Anhänger des klassenhöheren Vereins nicht wünscht. Der WSV ließ in der Anfangsphase die nötige Konzentration vermissen, seinen Gegner ins Spiel kommen und machte sich somit das Leben selbst schwer.

Der WSV übersteht die erste Pokalrunde ohne Glanz
Foto: OTTO KRSCHAK

Einen ganz langen Anlauf nahm der Wuppertaler SV vor 678 Zuschauern in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen den SV Straelen. In der ersten Viertelstunde hatte die Partie den Charakter eines Trainingsspiels. Locker und flockig wollte der WSV kombinieren, aber das klappte nicht. Dem WSV gelangen kaum einmal überzeugende Aktionen im Spiel nach vorne, die Gäste kamen durch Grens zum ersten torgefährlichen Abschluss. Doch der Warnschuss ging um einige Meter über das Tor.

„Aufwachen“, rief ein WSV-Fan von der Haupttribüne den Spielern zu. Kurz nach dem Weckruf hatte Emre Bayrak Pech, der nach einer Ecke aus kurzer Distanz den Pfosten traf. Gaetano Manno und Ercan Aydogmus scheiterten wenig später ebenfalls nur knapp.

Der Treffer zum 1:0 war das beste Beispiel dafür, wie es der WSV besser hätte machen können. Ausgangspunkt war ein gewonnener Zweikampf von Babacar M’Bengue, der nicht nur einen Konter verhinderte, sondern gleich den Gegenangriff einleitete. Zweikampfstärke zeigte anschließend Daniel Grebe, der den Ball im zweiten Anlauf zu Torjäger Aydogmus brachte. Und der ließ sich gegen seinen früheren Verein nicht zweimal bitten.

Der WSV schien zur Pause auf Kurs, aber die Wackelpartie hatte gerade erst begonnen. Kurz nach Wiederanpfiff überlief Johannes Grens Innenverteidiger M’Bengue über die rechte Außenseite und flankte auf David Kalokoh (47.), der unhaltbar für Sebastian Wickl zum 1:1 einköpfte. Es hätte noch schlimmer kommen können, wenn Jannis Pütz wenig später nicht am Pfosten gescheitert wäre.

Den hohen Erwartungen, die die Mannschaft mit der starken Leistung gegen Ahlen geweckt hatte, wurde sie gegen den zwei Klassen tieferen Gegner nicht gerecht. WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen brachte mit Pascal Bieler und Silvio Pagano zwei frische Spieler, die für mehr Druck nach vorne sorgten. Nach einer Stunde eröffneten sich dem WSV zumindest wieder gute Chancen. Kai Schwertfeger verpasste aus kurzer Distanz, ein Treffer von Kevin Hagemann wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Als schon die ersten Gedanken an eine Verlängerung aufkamen, lösten Gaetano Manno mit einem schnellen Pass in die Spitze und Torjäger Ercan Aydogmus doch noch die Pokalaufgabe in typischer WSV-Manier.

Ein Dämpfer ohne Konsequenzen — er kommt vor der Partie in Verl zur rechten Zeit.