Der TVB Wuppertal schlägt die Trierer Miezen

Damen-Handball : Spiel gewonnen und Tabellenspitze verloren

Damen-Handball: Knapper 25:23-Erfolg für Zweitligist TV Beyeröhde in Trier.

Die Tabellenführung hat der TVB Wuppertal trotz des 25:23 (11:9)-Sieges in der Partie gegen DJK /MJC Trier zwar aufgrund des schlechteren Tordifferenz an die Kurpfalz Bären verloren, doch das scheint TVB-Trainer Martin Schwarzwald kaum zu stören. „Vielleicht ist es ganz gut so“, sagt der Wuppertaler Chefcoach nach dem Arbeitssieg in seiner Heimatregion.

Gegen die Trierer Miezen machten sich die Wuppertalerinnen das Leben unnötig schwer. Erst drei Sekunden vor dem Ende netzte Ramona Ruthenbeck zum erlösenden Endstand ein. „Spielerisch sah das alles sehr gut aus, aber huntertprozentige Chancen wurden in Serie vergeben. Beim 2:6 (14.) reagierte Schwarzwad und tauschte mit Ruthenbeck, Pia Adams und Melina Fabisch gleich den gesamten Rückraum aus. Mit Natalie Adeberg, Luisa Knippert und Johanna Heldmann brachte er frische Kräfte. Sicherlich einer der Vorteile des neuen Kaders, dass Schwarzwald in solchen Situationen so agieren kann. Denn der Wechsel zeigte Wirkung, der TVB kam bis zum Seitenwechsel auf 7:11 heran und ging nach der Pause beim 13:12 (37.) durch Heldmann erstmals in Führung.

Allerdings verpasste es die Schwarzwald-Sieben, die Partie frühzeitig zu deckeln und die Entscheidung herauszuwerfen. Immer wenn sie zwei bis drei Tore in Führung lagen, kassierten sie von den nicht aufsteckenden Triererinnen Gegentreffer.. Zum Teil lag das aber auch daran, dass Beyeröhde das sonst so wirkungsvolle Tempospiel durch schnelle Gegenstöße nicht aufziehen konnte. Die beiden Torhüterinnen Dana Centini und Natascha Krückemeier waren nach Fehlwürfen der Gastgeberinnen einfach zu oft damit beschäftigt, die Bälle in der weitläufigen Halle aus irgendwelchen Ecken zu sammeln.

Lediglich neun „Kontertore“ erzielte Beyeröhde, dessen Quote in den letzten Spielen wesentlich höher lag. Aber auch das störte nach Ruthenbecks entscheidendem Treffer in den letzten Sekunden nur die wenigsten TVB-Fans unter den knapp 400 Zuschauern. e.ö.

TVB: Krückemeier, Centini – Röske, Michaelidis (2), Fabisch (4), Ruthenbeck (3), Hufschmidt (2), Heldmann (3), Adams (2), Stefes (2), Tomlik, Adeberg (7/2), Knippert, Havel.

(e.ö.)