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Der Sport ging mit Solidarität und Findigkeit durch ein Ausnahmejahr

Das Sportjahr 2020 in Corona-Zeiten : Mit Solidarität und Findigkeit durch ein Ausnahmejahr

Unser Sportredakteur blickt zurück auf ein absagenreiches, aber dennoch beachtliches Jahr 2020. Die Vereine und Sportler in Wuppertal haben sich dabei immer wieder neu erfunden.

Es ist vorbei, das Jahr 2020, und auch aus Sicht des Sports darf man sagen, zum Glück. Natürlich, die Corona-Pandemie hat mit Beschränkungen und Verboten alles überschattet. Bemerkenswert ist allerdings, wie die Sportler und Vereine in Wuppertal damit umgegangen sind. Das gilt eben nicht nur für die Erstliga-Handballer des Bergischen HC, die Regionalliga-Fußballer des Wuppertaler SV und die Zweitliga-Handballerinnen des TV Beyeröhde, die auch im Lockdown weiterspielen dürfen. Die Zuschauer fehlen hier nicht nur finanziell, sondern vor allem auch stimmungsmäßig gewaltig. Umso bewundernswerter, welche Leistungen dennoch gezeigt wurden. Sky und Livestreams machen es möglich, dass die Fans zumindest am TV oder Computer die Spiele sehen können.

Doch zurück zu den übrigen 300 Vereinen in Wuppertal. Sie haben Hygienekonzepte und spezielle Trainingspläne geschrieben, um ihren Mitgliedern auch weiter ein Sportangebot unter den im Jahresverlauf mehrfach wechselnden Bedingungen der Pandemie machen zu können. Sie haben Veranstaltungen und Spiele organisiert, da wo es zwischendurch wieder möglich war. Sie haben weiter an Bauvorhaben geplant und gebaut, die die Bedingungen für die Zukunft deutlich verbessern werden. Hier helfen die Landeszuschüsse aus dem Paket moderne Sportstätten 2022, dennoch ist es gleichzeitig ein Kraftakt, die 50 Prozent an Eigenbeteiligung aufzubringen. Das gelingt, wie die vielen Beispiele zeigen.

Hervorzuheben ist auch die Solidarität unter den Vereinen, als eine Halle nach der anderen wegen mangelnder Durchlüftungsmöglichkeiten geschlossen werden musste. Da half man sich, wo es ging, mit Hallenzeiten, bevor der erneute Lockdown erst einmal wieder den gesamten Betrieb zum Erliegen brachte. Bemerkenswert ist auch die gute Kommunikation zwischen Vereinen, Sportamt und Stadtsportbund, durch die immer wieder Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Das alles macht Hoffnung, dass der Wuppertaler Sport diese tiefe Krise gut übersteht und sogar stärker zurückkommt. Die Eröffnung der Laufbahn am Sportplatz Grundstraße, die von vielen Schulen inzwischen genutzt wird, der weit fortgeschrittene Bau der Sporthalle an der Nevigeser Straße ebenso wie die Sanierung des Gartenhallenbades Cronenberg, die vor dem Abschluss steht, sind Beispiele dafür, was auch die Stadt tut, um die Bedingungen weiter zu verbessern, wenn der Sport hoffentlich bald auf die Anlagen zurückkehren kann. 

Dass der Besuch auf vielen Fußballplätzen im Sommer - unter Einhaltung der Hygienekonzepte - sehr gut war, zeigt, dass der Hunger auf den Sport groß ist. Die Krise hat ja auch gezeigt, ein welch wichtiger Bestandteil er im Leben vieler ist.