Bergischer HC: Der BHC bekennt sich zum Ziel Wiederaufstieg

Bergischer HC : Der BHC bekennt sich zum Ziel Wiederaufstieg

BHC-Beirat Jörg Föste sieht eine gute Entwicklung beim Bergischen HC. Schon am Samstag gegen Nordhorn soll ein neuer Torwart da sein.

Im WZ-Interview lobt BHC-Beirat Jörg Föste die sportliche Entwicklung der vergangenen Wochen. „Die eine Hälfte des Kaders wünscht sich Wiedergutmachung nach dem Abstieg, die neuen Spieler wollen die Liga aufmischen. Da erübrigt es sich, dem Team ein Saisonziel vorzugeben“, sagt Jörg Föste. Der BHC ist mit 20:0-Punkten gestartet.

Foto: Fischer

Eine der jüngsten Nachrichten rund um den Bergischen HC war keine erfreuliche: Bastian Rutschmann fällt aus. Wie reagieren Sie auf die Verletzung Ihres erfahrenen Torhüters?

Jörg Föste: In die Ausfallphase von Bastian fallen wohl fünf Partien. Wir haben daher unverzüglich nach Ersatz gesucht. Ziel ist es, schon am Samstag gegen Nordhorn ein Pendant zu Christopher Rudeck spielberechtigt zu haben.

Die Länderspielpause kam für den BHC mit der Erkenntnis einer gelungenen ersten Saisonphase. 20:0 Punkte, das unglückliche Pokal-Aus gegen Wetzlar - wie fällt Ihr Fazit aus?

Föste: Durchweg positiv. Der neue Startrekord gibt viel Selbstvertrauen für unser neu formiertes Team. Der Sieg in Rimpar hat alle aktuellen Qualitäten offenbart: Fokussierung, Kreativität und Nervenstärke gerade in kritischen Situationen. Zudem haben wir Qualität in der Breite des Kaders.

Aus der Mannschaft heraus war das Saisonziel sofortiger Wiederaufstieg deutlich zu vernehmen, Trainer und Clubführung verhielten sich bislang zurückhaltender. Wie lautet Ihre konkrete Aussage?

Föste: Wir bleiben dabei, aufgrund der Einschätzung der Situation. Damit haben wir schon im Winter richtig gelegen, als wir acht Rückrundensiege eingefordert haben. Die damalige Kaderstruktur hat diese Vorgabe benötigt. Im Sommer haben wir bewusst auf langfristige Zielstellungen verzichtet. Nimbus daheim, Stabilität auswärts - das waren die Aufgaben, die bis dato sehr gut gelöst worden sind. Das Gelingen hat seine Ursache im wesentlichen in der Team-Zusammensetzung: Die Hälfte des Kaders will Wiedergutmachung. Die andere Hälfte will unbekümmert die Liga aufmischen. Alle zusammen wollen aufsteigen. In dieser Konstellation sind Titelforderungen entbehrlich.

Apropos Trainer: Der Vertrag von Sebstian Hinze läuft zum Saisonende aus. Gab es schon Sondierungsgespräche bezüglich einer Fortsetzung der Zusammenarbeit?

Föste: Ja, die Kommunikation ist ausgesprochen rege. Im Mittelpunkt steht übrigens die Frage nach der Entwicklung des Bergischen HC. Und da nun wiederum ist die Infrastruktur zentrales Thema.

Nach dem Umbruch zu dieser Saison dürfte es mit Blickrichtung 2018/19 etwas ruhiger zugehen. Wie ist der Stand der Dinge?

Föste: Wir haben mit Leos Petrovsky auch im Falle der Zweitliga-Zugehörigkeit bis 2019 Einigung hergestellt. Bis auf Max Darj und Tomas Babak haben somit alle Spieler für 2018/19 auch Zweitliga-Kontrakte. Für die per 30. Juni 2018 auslaufenden Verträge gehen wir aktuell in die Gespräche.

Die trotz Abstiegs starke Rückrunde hat für viel Rückhalt im Bergischen Land gesorgt, die Zuschauerzahlen reißen einen aber noch nicht vom Hocker. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Föste: Die Zahlen sind besser als im letzten Zweitligajahr. Damit können wir sehr gut leben, zumal wir Samstag gegen Nordhorn wohl eine volle Klingenhalle erleben werden.

Vor wenigen Wochen wurde der neue, hochkarätige Beirat der Bergischen Löwen vorgestellt. Was sind derzeit die Hauptaufgaben?

Föste: Wir erarbeiten die Zielstellungen bis 2022. Der Handballsport entwickelt sich aktuell auf europäischer Ebene ausgesprochen dynamisch. Marketing, Übertragungsrechte, Hospitality, Interaktivität - in allen Bereichen ist Agilität zu verzeichnen. Wenn wir uns beim BHC nicht von innen heraus reformieren, werden wir reformiert. Dennoch sind uns unsere Wurzeln sehr wichtig.

Wirtschaftlich steht der Bergische HC auf einem sehr soliden Fundament, könnte der Club auch ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit verkraften?

Föste: Ganz sicher könnten wir das. Wir wollen es aber nicht.

In welchem Stadium befindet sich die Planung der Arena Bergisch Land am Piepersberg gerade?

Föste: Das Thema ist in unserem neuen Beirat platziert und gehört zu den erwähnten Zielstellungen.