Handball-Bundesliga: Der Bergische HC fährt als Favorit nach Erlangen

Handball-Bundesliga : Der Bergische HC fährt als Favorit nach Erlangen

Handball-Bundesliga: Der BHC tritt am Donnerstag selbstbewusst beim Tabellen-13. an.

Nur vier Tage nach dem überzeugenden 26:22-Heimsieg gegen Wetzlar, steht der Bergische HC am Donnerstag in der Handball-Bundesliga schon wieder auf der Platte. Mit einem Erfolg beim Tabellen-13. HC Erlangen in der Nürnberger Arena (Anwurf 19 Uhr) dürften die Bergischen in der Tabelle sogar weiter nach oben schauen, nachdem der Klassenerhalt bei sensationellen 23:19-Punkten bereits gesichert scheint.

Schon mit einem Zähler würde man Göppingen auf Platz sieben zumindest bis Sonntag überholen. Dann erwarten die Süddeutschen Tabellennachbar MT Melsungen zum Duell. Auch auf den Sechsten Melsungen könnte der BHC mit einem Erfolg am Donnerstag also aufholen.

Doch derartige Rechenspielchen sind nichts für BHC-Trainer Sebastian Hinze. Er spricht wie immer mit großem Respekt vom Gegner, der sich zum gestandenen Bundesligateam entwickelt hat, auch wenn es in dieser Saison bisher nicht optimal läuft. Das erste Heimspiel 2019 gegen Minden ging ebenfalls verloren (25:29), bei Tabellenführer Flensburg war am vergangenen Wochenende - allerdings auch ersatzgeschwächt - erwartungsgemäß nichts zu holen gewesen. Damit will Hinze sich allerdings ebenso wenig beschäftigen, wie mit dem überdeutlichen 35:26-Erfolg seiner Mannschaft im Hinspiel. Hinze: „Ich gehe erst mal davon aus, dass sie wieder mit voller Truppe auflaufen können und dass sie es uns nicht noch einmal so leicht machen wie im Hinspiel.“ Da hatte der BHC praktisch mit einem Spielzug aus dem Rückraum immer wieder Erfolg gehabt.

Daran erinnert sich auch Daniel Fontaine gern zurück, der damals einer der Nutznießer gewesen war und bei sechs Versuchen sechs Tore erzielt hatte. „Wir mussten ja praktisch nichts ändern, weil es immer wieder funktioniert hat“, wundert er sich noch heute und rechnet diesmal in Erlangen mit einem wesentlich engeren Spiel. Allerdings drückt auch Fontaine, der zuletzt gegen Wetzlar nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder seine ersten Einsatzminuten bekommen hatte, das gewachsene Selbstvertrauen der Löwen aus: „Ich denke, wenn wir es schaffen, unsere Dinge durchzusetzen, sind wir die momentan die stärkere Mannschaft.“

Die Dinge - das ist vor allem des Tempospiel, das gegen Wetzlar wieder hervorragend funktioniert hatte. Fontaine steht bereit.

Ein Fragezeichen steht hinter Max Darj, der sich gegen Wetzlar am Knie verletzt hatte, sowie hinter Bogdan Criciotoiu (Schulterprobleme). Beide sollten am Dienstag zur MRT-Untersuchung. Kristian Nippes, der trotz Rippen-Problemen gegen Wetzlar für einige Minuten aufgelaufen war, wird bis Mittwoch geschont.

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