Basketball: Den BTV-Damen hilft jetzt nur noch ein Wunder

Basketball : Den BTV-Damen hilft jetzt nur noch ein Wunder

Nach 35:90 in Bielefeld ist der Abstieg der Barmerinnen fast besiegelt. Die BTV-Herren schielen auf Platz drei. Südwest enttäuscht in Bonn, bleibt aber Zweiter.

Damen, Regionalliga, TSVE Bielefeld - Barmer TV 90:35. Nach dem Debakel in Bielefeld stehen die BTV-Damen vor dem Abstieg. „Dass da sowas bei `rauskommt, ist schon sehr bitter“, sagte ein enttäuschter BTV-Coach Dragan Ciric. Ohne Spielmacherin Hannah Wischnitzki (Urlaub) hielten die Wuppertalerinnen nur im ersten Viertel mit. Mit einem 23:2-Lauf im zweiten Viertel sorgte Bielefeld noch vor der Pause für klare Verhältnisse. „Da war der Korb für uns wie vernagelt. Und der Gegner hat dann auf einmal angefangen, von außen alles zu treffen“, sagte Ciric. Mit einer Mischung aus Abschlusspech und Unvermögen lief bei den Barmerinnen auch in Durchgang zwei offensiv wenig zusammen. Im letzten Viertel nahm Ciric seine Starterinnen vom Feld und gab unter anderem den Nachwuchsspielerinnen Mounia Mkadmi, Maja Faßbender und Alexandra Disterhoft Spielzeit. Doch die Bankspielerinnen hatten gegen die körperlich robusten Bielefelderinnen keine Chance. Dem BTV droht bereits am kommenden Wochenende der Abstieg. „Aber aufgeben ist nicht. So lange die Möglichkeit da ist, glauben wir dran. Wir müssen jetzt einfach nochmal richtig Gas geben“, sagte Ciric. Die BTV-Damen müssen nun für das Wunder Klassenerhalt ihre beiden Heimspiele gegen Bonn (Samstag, 16 Uhr, Heckinghausen) und Topteam Rhöndorf (6.4.) gewinnen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. 
BTV: Rose (7), Cabadakis, Mkadmi (4), Arnold, Jauszok (3), Schäfer (3), Baumgartner (2), Minjoli (2), Goessmann (12), Hellmig, Faßbender, Disterhoft (2).
Viertel: 22:17, 27:6, 20:10, 21:2.


DJK Adler Frintrop - Barmer TV 68:80. Nach dem Auswärtssieg beim Tabellennachbarn schielen die BTV-Herren auf Rang drei. „Das Spiel war drei Viertel lang ausgeglichen. Erst im letzten Viertel konnten wir uns absetzen. Unser Siegeswille war dabei entscheidend“, bilanzierte Trainer Cem Karal. Ohne Justin Vaitkus und Sascha Bornschein (Urlaub) hielten die Wuppertaler in einem spannenden Spiel von Beginn an gut dagegen.  Frintrop trat mit vielen erfahrenen Akteuren an - war aber ebenfalls ersatzgeschwächt. Daniel Walter und Soufian Aeraki (beide 21 Punkte) dominierten für den BTV die Zone und trafen gut aus der Mitteldistanz. Durch den Sieg mit zwölf Zählern gewannen die Wuppertaler auch den direkten Vergleich (Hinspiel 74:81). Da alle direkten Kontrahenten ihre Partien nicht gewinnen konnten, ist der BTV der große Gewinner im oberen Tabellenmittelfeld. 
BTV: Tünneßen (2), Saou (12), Walter (21), Borkenhagen (4), Aeraki (21), Duhr, Neitzel (6), Dahlhaus (3), Klaas (11). 
Viertel: 17:16, 12:19, 26:18, 13:27.

Telekom Baskets Bonn II - Südwest Baskets 92:77. Eine auch in der Höhe verdiente Niederlage für die Baskets. „Wir sind nicht mit der richtigen Intensität ins Spiel gegangen. Die Einstellung hat einfach nicht gestimmt“, sagte Südwest-Trainer Sven Tomanek. Ohne die erkrankten Max Marcus und Lennart Urspruch gestalteten die Baskets die erste Halbzeit noch ausgeglichen und führten zur Pause mit einem Zähler. „Da haben wir uns mit der einen oder anderen Zufallsaktion gerettet. Aber da war schon abzusehen, dass die Spannung nicht da ist“, sagte  Tomanek. Auch die deutliche Halbzeitansprache des Coaches half nicht. Gegen kämpferisch starke Bonner sahen die Baskets in Durchgang zwei alt aus. Einzig Brahim Azzouz, Marko Lovric und Manuel Keßen wehrten sich gegen die drohende Pleite. Da die Verfolger Sechtem und Bad Münstereifel auch ihre Partien verloren, haben die Baskets trotz der Niederlage weiter gute Chancen auf den zweiten Tabellenplatz am Saisonende. Um den zu festigen, ist aber eine Leistungssteigerung im Heimspiel (Samstag, 20 Uhr, Blutfinke) gegen Bad Münstereifel nötig. pdk
Südwest: Lovric (19), Lehnen (8), Prahm (5), Jeske, Zraychenko (3), Dignas, Marcus F., Azzouz (29), Keßen (13).
Viertel: 20:17, 20:24, 30:22, 22:14.