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Oberliga Niederrhein: Schonnebeck - Cronenberger SC 3:1: CSC vergibt beim Spitzenreiter in Überzahl die Chance auf Punkte

Oberliga Niederrhein: Schonnebeck - Cronenberger SC 3:1 : CSC vergibt beim Spitzenreiter in Überzahl die Chance auf Punkte

Fußball-Oberliga: Beim 1:3 in Schonnebeck zu zaghaft agiert.

Wuppertal. Cronenbergs Trainer Peter Radojewski war nach der mit 1:3 verlorenen Partie beim Spitzenreiter Schonnenbeck absolut unzufrieden — sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Art, wie seine Jungs agiert hatten. „Wir haben heute eine Riesenchance vertan. Unser Defensivverhalten war zu schlecht. Bei uns herrschte Angst vor der Initiative. Ich habe zur Pause gesagt, dass wir mindestens einen Punkt mitnehmen wollen. Leider waren wir zu schwach.“

Der zur Pause geäußerte Optimismus hatte einen Grund. Schonnebeck spielte ab der 28. Minute in Unterzahl, weil der Essener Keeper ein Foul im Strafraum gegen Marvin Mühlhause begangen haben soll. Und da es sich nach Ansicht des Unparteiischen um die Vereitelung einer Torchance gehandelt hatte, gab es statt Gelb die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte Mühlhause selbst zum 1:1-Ausgleich. Zuvor hatte der CSC, wie fast schon gewohnt, früh den Gegentreffer zum 0:1 bekommen (18). Nach einer Serie von Eckbällen stimmte die Zuordnung nicht mehr und Schonnebecks Thomas Denker konnte ungehindert einköpfen.

Als später Cronenberg kurzfristig mit nur zehn Leuten auf dem Platz war, weil Felix Pellizari außerhalb des Spielfelds verletzt behandelt wurde und David Schättler zu diesem Zeitpunkt mehr humpelte als lief, gelang Denker auch der Treffer zur 2:1 Pausenführung (40.). Da auch die CSC-Spitze Osman Öztürk noch vor der Halbzeit das Feld verletzungsbedingt verlassen musste, kamen bereits vor der Pause Jens Perne und Timo Leber zum Einsatz.

Die Cronenberger konnten das Spiel nach Wiederbeginn zwar etwas offensiver gestalten, doch der seit neun Jahren in Schonnebeck tätige Trainer und Ex-WSV-Spieler Dirk Tönnies ließ seine Elf nun defensiv agieren. Die Schonnebecker suchten zudem bei Zweikämpfen auffallend oft den Erdkontakt, um dann zeitschindend liegenzubleiben. Möglicherweise wäre der CSC zum Ausgleich (70.) gekommen, als ein Handspiel von einem Schonnebecker Spieler im Strafraum nicht geahndet wurde. Kurz danach vergab Mühlhause eine Großchance. Ihre spielerische Klasse bewiesen die Gastgeber aber auch in Unterzahl. Georgios Ketsatis köpfte ungehindert zum Endstand ein (81.).

Cronenberg: Langendorf, Pellizari (43. Perne), Schättler, Ferreira, Kanschik, Türkmen, Eisenbach (75. Müller), Elbl, Mühlhause, Zeciri, Öztürk (43. Leber)

Tore: 1:0 (18.) Denker, 1:1 (28.) Mühlhause/FE., 2:1 (40.) Denker, 3:1 (81.) Ketsatis.

Schiedsrichter: Thomas Dickmann

Zuschauer: 230