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CSC erlebt Wechselbad der Gefühle

CSC erlebt Wechselbad der Gefühle

Fußball-Oberligist trennt sich im Abstiegskampf mit 3:3 von Meerbusch. Die Cronenberger liegen nach einer Stunde mit 0:2 zurück.

Wuppertal. Der Cronenberger SC und sein Gast aus Meerbusch bescherten den Fans beider Vereine beim 3:3 auf dem Sportplatz an der Hauptstraße ein nicht alltägliches Wechselbad der Gefühle. Für Cronenberg begann dieses schon vor dem Anpfiff. Nachdem der Langzeitverletzte Stürmer Timo Leber am Mittwoch gegen Hilden zwei der drei Tore schoss, erhoffte man von ihm auch diesmal die siegbringenden Treffer. Er stand auch auf dem Aufstellungsbogen. Kurz vor Anpfiff stellte sich jedoch erneut eine Verletzung ein.

Ohne große Spielpraxis musste für Leber deshalb Markus Becker den Part in der Sturmspitze übernehmen, der in all den Jahren beim CSC in der Viererkette rechts spielte. Diese unerwartete Veränderung nur wenige Minuten vor Spielbeginn schien sich negativ auf die Leistung der Cronenberger auszuwirken. Nachdem Torwart Feim Statovci mit einigen tollen Paraden einen frühzeitigen Rückstand verhinderte, war er bei den Toren zum 0:1 (20.) durch Günther, und dem 0:2 (62.) durch B. Sezen machtlos.

Da die Cronenberger in dieser Saison noch nicht in der Lage waren, einen 0:2-Rückstand aufzuholen, sanken die Hoffnungen auf einen dringend benötigten Erfolg in Richtung Nullpunkt. Doch dann kam wieder neue Hoffnung auf, als Marvin Mühlhause einen Elfmeter nach einem Foul an Tarkan Türkmen zum Anschlusstreffer verwandelte (65.). Meerbusch, das bis dahin das Spiel kontrolliert hatte, wurde nervös. Für Cronenberg blieb nur noch die bedingungslose Offensive. Diese wurde in einer spannungsgeladenen und hektischen Schlussphase belohnt. Lutz Radojewski (82.) und Jens Perne (85.), einer der auffälligsten Cronenberger, machten aus einem Zweitore-Rückstand nicht nur einen Gleichstand, sondern sogar die 3:2-Führung.

Die Freude wollte kein Ende nehmen, so dass der Reservist Dustin Hähner nach den Jubelszenen den Platz zu spät verließ und sich dafür eine gelbe Karte abholte. Der unverhoffte Zwischenstand führte möglicherweise zu Konzentrationsmängeln. Mit einem unhaltbaren Gewaltschuss aus etwa 18 Metern markierte Sergen Sezen den letztlich verdienten Ausgleich für Meerbusch.

CSC-Coach Peter Radojewski beschrieb den Zweispalt seiner Gefühle: „Ich kann den Jungs nur eine tolle Leistung bescheinigen. Uns fehlten nur vier Minuten für drei Punkte. Meerbusch hat hier im Gegensatz zu uns mit kompletter Mannschaft eine starke Leistung abgeliefert. Der kurzfristige Ausfall von Leber trug vielleicht mit dazu bei, dass wir nicht gut ins Spiel gekommen sind. Toll ist aber, wie die Mannschaft zurückgefunden hat. Es war für uns ein wichtiger Punkt.“

Bereits am kommenden Freitag muss der CSC, der weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz steht, bei Düsseldorf-West antreten. Dann folgt die Auswärtspartie in Fischeln.

Das letzte Saisonspiel zu Hause gegen Schwarz-Weiß Essen könnte noch von großer Bedeutung sein. Ein weiterer direkter Konkurrent im Abstiegskampf, der SC Kapellen, holte in der Nachspielzeit ein Remis gegen Düsseldorf-West.