Fußball-Landesliga: Cronenbergs Aufstiegsträume erhalten den nächsten Dämpfer

Fußball-Landesliga : Cronenbergs Aufstiegsträume erhalten den nächsten Dämpfer

Landesligist spielt gut, büßt aber nach 2:3 in Fischeln die Spitze ein. Siegtor in letzter Minute.

Die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga sind für den Cronenberger SC am Sonntag weiter gesunken. Beim Mitabsteiger VfR Krefeld-Fischeln unterlagen die Fußballer von Trainer Peter Radojewski in letzter Sekunde mit 2:3 (2:1). Der in Unterzahl aufopferungsvoll kämpfende CSC wurde nicht belohnt. So ist der bisherige Tabellenführer nur noch Dritter, während die Konkurrenz aus Velbert und Mönchengladbach langsam aber sicher enteilt. Sieben Punkte haben die Cronenberger in den letzten drei Partien verspielt und damit womöglich den Aufstieg. Bei noch sechs ausstehenden Partien ist die Entscheidung zwar noch längst nicht gefallen, der aktuelle Trend spricht jedoch gegen den CSC.

CSC spielt auch nach
Platzverweis weiter auf Sieg

In Krefeld ereignete sich nach rund einer Stunde die Schlüsselszene der Partie: Pierre Boudeing foulte im Strafraum - der Unparteiische verwies Boudeing des Platzes, und Fischelns Kevin Breuer markierte vom Punkt das 2:2. Die anschließenden 30 Minuten in Unterzahl wurden zu einem offenen Schlagabtausch: Mehrfach hatten die Gäste gegen die defensiv anfälligen Krefelder das 3:2 auf dem Fuß, alleine Kabiru Mohammed hätte zwei Treffer erzielen müssen. Dem CSC konnte man kaum einen Vorwurf machen, mit Blick auf die tabellarische Situation spielte die Radojewski-Elf auf Sieg und hätte diesen auch verdient gehabt. Dass Fußball aber nicht immer gerecht ist, wurde in der Nachspielzeit einmal mehr deutlich, als Fischelns Takuma Misumi den Siegtreffer für seine Mannschaft erzielte.

Der CSC war zu diesem Zeitpunkt mit seinen Kräften sichtbar am Ende und konnte den entscheidenden Konter nicht mehr verhindern. Besonders bitter ist die Tatsache, dass die Gäste nach blitzsauberen 15 Minuten bereits mit 2:0 führten und schlussendlich mit leeren Händen dastanden. Nach drei Minuten hatte Kabiru Mohammed seine Mannschaft in Front gebracht, ehe Ercan Aydogmus (14.) mit seinem 36.Saisontreffer nachlegte. Körpersprache und Zweikampfverhalten stimmten über weite Strecken bei den Cronenbergern, die ein anderes Gesicht zeigten als bei den drei Auswärtsspielen zuvor.

„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben eigentlich früh die Weichen gegen eine spielstarke Mannschaft gestellt“, analyisierte Trainer Peter Radojewski. Nach guten, ersten 30 Minuten wurde der CSC aber passiver und kassierte kurz vor der Pause den Krefelder Anschlusstreffer. Dennoch kamen die Gäste gut aus der Kabine und ließen sich auch vom Platzverweis nicht beirren. „Wir haben alles investiert und riskiert, müssen das Spiel aber natürlich vorher für uns entscheiden“, sagte Radojewski geknickt. Nach drei sieglosen Spielen in Folge braucht der CSC dringend ein Erfolgserlebnis: Am Gründonnerstag (20 Uhr) bietet sich gegen Jüchen-Garzweiler die nächste Gelegenheit.

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