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Corona: Saisonstart in der 1. Wasserball-Liga erst im nächsten Jahr

Wasserball : Wasserballer verzichten freiwillig auf den Saisonstart

Spät beginnt die Saison in der 2. Wasserball-Bundesliga ohnehin immer. Doch diesmal kommt es gar nicht zu einer Saison 2020/21, da der Spielbetrieb frühestens im Januar kommenden Jahres aufgenommen wird.

Der Schwimmverband NRW (SVNRW) hat beschlossen, dass alle bis dahin angesetzten Spiele ausfallen. Das betrifft auch die SGW Solingen/Wuppertal, die eigentlich am 21. November im Klingenbad gegen den SV Lünen gestartet wäre. „Wann und ob die Spiele nachgeholt werden, steht noch nicht fest“, sagt Trainer Steffen Ingignoli. „Im Dezember soll die Situation neu bewertet werden.“

Die 1. und 2. Wasserball-Bundesliga nimmt für sich die bestehende Regelung, nach der Profisport ohne Zuschauer auch während des Teil-Lockdowns weiter stattfinden darf, nicht in Anspruch. Möglich wäre dies wohl gewesen, zumal auch andere Bereiche, in denen nicht nur Vollprofis aktiv sind – wie die 3. Handball-Liga –, als Profisport definiert wurden. Der SVNRW bedauerte in einem Schreiben die Entscheidung der Bundesregierung, beim Runterfahren des öffentlichen Lebens die Besonderheiten des Schwimmsports nicht berücksichtigt zu haben, trägt die Maßnahme aber „grundsätzlich solidarisch mit.“

Wassertraining fällt
derzeit komplett aus

Steffen Ingignoli hatte bereits vor einigen Wochen mit der Verschiebung des Spielbetriebs gerechnet. „Spätestens als Mitte Oktober in Duisburg kein Amateursport mehr betrieben werden durfte, hatte ich ein schlechtes Gefühl“, sagt der Trainer, der seine Mannschaft wie vor jeder Saison intensiv vorbereitet hat. „Seitdem wir im Lockdown sind, dürfen wir leider nicht mehr ins Wasser. Aber wir haben ein Trainingsprogramm, das die Jungs individuell kreativ umsetzen.“ Die Herausforderung sei aber immens. „Schließlich wollen alle gerne auch den Ball werfen. Für jeden Sportler ist es nervig, wenn er seiner Passion nicht nachgehen kann. Jetzt ist es wichtig, die Mannschaft zusammen und bei Laune zu halten“, meint der Coach.

Dass die Saison Anfang Januar wirklich beginnt, hält Ingignoli im Übrigen für wenig realistisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Erlaubnis bekommen werden, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Ich glaube eher an eine Sommerliga, die entsprechend noch deutlich später losgeht.“

Gerüstet ist die bergische Startgemeinschaft in jedem Fall. Zwar ist Torhüter Finn Burgsmüller in die Bundesliga zur SGW Köln gewechselt, und auch Leon Stark steht aufgrund eines einjährigen USA-Aufenthalts nicht mehr zur Verfügung, doch die Mannschaft wurde gezielt verstärkt.

Reaktivierter Torhüter
und zwei echte Zugänge

Im Tor hat Ingignoli den Routinier Uwe Körschgen reaktiviert. Er wird sich die Aufgabe zwischen den Pfosten mit Dominik Millard, der zeitlich wieder flexibler ist, teilen. Mit Joachim Breithack kehrt zudem ein erfahrener Spieler, der in seiner Jugend bereits in Wuppertal gespielt hat, wieder zurück. Zuletzt trat er für Liga-Konkurrent Stolberg an. Außerdem neu dabei ist Philipp Fritze. Der Wasserballer kommt von Zweitligist SGW Iserlohn und studiert nun in Wuppertal.