BHC stark geschwächt gegen Göppingen

Handball-Bundesliga: Nur ein Ex-Göppinger kann für den BHC auflaufen

Bastian Rutschmann ist für Donnerstag fit. Neben Daniel Fontaine wird Fabian Gutbrod fehlen.

16:10-Punkte, siebter Platz: Die Bilanz des BHC in der Handball-Bundesliga ist beeindruckend. „Zwölf Punkte auf einem Abstiegsplatz würden sich trotzdem besser anfühlen als zehn“, sagt Bastian Rutschmann vor dem Duell gegen Frisch Auf Göppingen in der Klingenhalle (Donnerstag, 19 Uhr) mit Blick auf die SG Bietigheim, die mit sechs Zählern den ersten Abstiegsrang belegt. Der BHC-Torhüter freut sich auf die Partie, denn mit den Schwaben hat er seine größten sportlichen Erfolge gefeiert. Drei Mal gewann der 35-Jährige mit den Göppingern den EHF-Pokal – den internationalen Wettbewerb unterhalb der Champions League. Eigentlich würde der BHC am Donnerstagabend gleich mit drei ehemaligen Göppingern auflaufen. Doch Daniel Fontaine laboriert weiter an den Folgen eines Adduktorenteilabrisses und Fabian Gutbrod wird ebenfalls nicht spielen können. „Das ist leider fix“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Auch er hat eine Adduktorenverletzung. Zum Glück steht aber ein längerfristiger Ausfall nicht zu befürchten.“

Positiv gestimmt ist Hinze bezüglich Max Bettin. „Ich habe das Gefühl, dass es bei ihm klappen wird“, meint der Coach mit Blick auf die Kapselverletzung im Sprunggelenk, die den 24-Jährigen zuletzt außer Gefecht gesetzt hatte.

Bundesliga-Premiere für den A-Jugendlichen Alexander Weck?

Da aber außer Fontaine und Gutbrod bekanntlich auch Maciej Majdzinski, Kristian Nippes und Lukas Stutzke im Rückraum fehlen werden, könnte eventuell der Noch-A-Jugendliche Alexander Weck zu seiner Erstliga-Premiere kommen. Der

18-jährige trainiert bei den Profis mit. „Ob es Sinn macht, ihn jetzt schon in der Bundesliga einzusetzen, werde ich kurzfristig entscheiden“, sagt Hinze.

Daniel Fontaine wird am Donnerstag zuschauen, wenn seine Mitspieler des Bergischen HC, sich gegen seine ehemaligen aus Göppingen behaupten wollen. Nach seiner schweren Adduktorenverletzung muss er sich in Geduld üben. „Sehr gerne hätte ich gegen den Verein, bei dem ich sechs Jahre war, gespielt“, meinte Fontaine. „Uns erwartet eine kleine Wundertüte“, weiß der 29-jährige Rückraum-Rechtshänder um das Auf und Ab des kommenden Gegners im bisherigen Verlauf der Saison. Beim 35:26-Sieg gegen Gummersbach hatte vor allem Marcel Schiller ein Hoch, brachte es am Ende auf elf Treffer, davon drei per Siebenmeter.

Unter dem neuen Trainer Hartmut Mayerhoffer kommt der aktuelle Tabellenzehnte mehr über das Tempospiel, insgesamt wurde aber in den taktischen Systemen nicht allzu viel verändert. Daniel Fontaine freut sich trotz der Zuschauerrolle auf das Match – noch immer gibt es regelmäßig Kontakte zu Spielern und Personen aus dem Umfeld.