BHC: Noch ein Schritt bis zur Aufstiegsparty

BHC: Noch ein Schritt bis zur Aufstiegsparty

Die Aufgabe gegen Wilhelmshaven in der ausverkauften Klingenhalle geht der Handball-Zweitligist sehr ernsthaft an, um danach den Aufstieg feiern zu können.

Es ist angerichtet für den Matchball: Gegen den Wilhelmshavener HV wollen die Handballer des Bergischen HC am Freitag in der Solinger Klingenhalle (Anwurf 19 Uhr) die letzten noch theoretisch nötigen Punkte einfahren, um den Wiederaufstieg in Liga eins vorzeitig zu besiegeln. Mit drei Fan-Artikelständen, deren Sortiment für diesen Fall unmittelbar nach Abpfiff um zwei Artikel erweitert wird, ist man auch außerhalb des Feldes bestens vorbereitet. Dass die Halle bis auf den letzten Platz ausverkauft sein wird, ist seit Donnerstag klar.

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Dafür, dass man auch auf dem Feld bestens vorbereitet ist, um sich die Party nicht noch vermasseln zu lassen, ist Trainer Sebastian Hinze zuständig. Und der warnt nicht grundlos vor einem nicht zu unterschätzenden Gegner. Das hatte schon das Hinspiel gezeigt, als der BHC sich die Partie fast noch aus der Hand nehmen ließ und erst durch einen Treffer von Max Darj drei Sekunden vor dem Ende hauchzart mit 27:26 gewann.

„Wir hatten damals große Probleme gegen ihre sehr offensive und mannbezogene 6:0-Abwehr, kein Tempospiel und sind auch defensiv nicht in unser System gekommen“, blickt Hinze zurück und fügt gleich an, dass sich seine Mannschaft inzwischen nicht mehr so leicht in Stress bringen lasse. So ist auch Hinze zuversichtlich, dass die am Freitag die Aufgaben, die der Gegner ihr stellt, lösen und ihr eigenes Spiel aufziehen kann.

Freiwillig wird Wilhelmshaven sicher nicht zu den Feierlichkeiten beitragen. Die Mannschaft von der Nordseeküste braucht selbst noch Zähler, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, hat lediglich ein Fünf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz.

Mit dem Rückraumrechten Kay Smits haben die Wilhelmshavener einen sehr torgefährlichen Mann in ihren Reihen, mit 220 Saisontreffern liegt er aktuell nur zwei Tore hinter BHC-Rechtsaußen Arnor Gunnarsson auf Platz drei der Liga-Statistik. „Wir werden für ihn aber sicher nicht unser System ändern, wenn er ein gutes Spiel macht, alle anderen aber nicht, gewinnen wir trotzdem“, sagt Sebastian Hinze. Angesichts des großen Wunsches, den Aufstieg auch vor eigenem Publikum zu feiern, hat er nur noch eine Warnung für seine Spieler: „Wir dürfen nicht plötzlich das Gefühl bekommen, wir könnten hier etwas verlieren. Wir haben uns eine Ausgangsposition erarbeitet, in der wir nur noch gewinnen können, das sollte jedem klar sein. Natürlich wäre es schön und ist auch unser Ziel, dass es bereits am Freitag gelingt.“

Inwieweit Kristian Nippes, der sich beim Sieg in Nordhorn den Finger ausgekugelt hatte, und Csaba Szücs, der seit einiger Zeit über muskuläre Probleme im Rücken- und Brustbereich klagt, voll mitwirken können, war noch nicht ganz klar. Die ersten Trainingseinheiten der Woche hatten sie vorsorglich nicht mitgemacht. Mit Max Darj und Leos Petrovsky gäbe es für den Fall der Fälle auch Alternativen im Innenblock. Die Vorbereitung geht der BHC jedenfalls so akribisch und fokussiert wie für jedes andere Spiel an, auch wenn es ein besonderes werden könnte.

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