BHC: Jan Artmann bleibt als Teamassistent

BHC: Jan Artmann bleibt als Teamassistent

Der Linksaußen der Bergischen Handballer wird wegen Hüftproblemen seine aktive Karriere mit dem Erstliga-Aufstieg beenden.

Die möglichen Aufstiegsfeierlichkeiten werfen ihre Schatten voraus: Nur noch gut 100 Karten gab es gestern für das Spiel des Bergischen HC am Freitag, der dann ab 19 Uhr in der Klingenhalle gegen Wilhelmshaven schon am 31. Spieltag die Rückkehr ins Handball-Oberhaus perfekt machen könnte. Was genau dann für Mannschaft und Fans geplant ist, da lassen sich die Verantwortlichen nicht in die Karten schauen. „Erst einmal müssen wir es schaffen“, sagt BHC-Beirat Jörg Föste, fügt aber an: „Wir haben allein mit dem Verlauf dieser Saison gezeigt, dass wir planen können, das wird sicher auch für den Freitag gelten.“

Jan Artmann

„Unser Ziel ist ganz klar, am Freitag vor den eigenen Fans das große Ziel zu erreichen“, macht Linksaußen Jan Artmann klar. Für ihn soll der Aufstieg gleichzeitig krönender Abschluss seine Karriere als Profihandballer sein. Artmann gab am Mittwoch aufgrund von Hüftproblemen seinen Abschied von der Platte an, wird dem BHC aber in anderer Funktion erhalten bleiben. „Für ihn haben wir die Position des Teamassistenten neu geschaffen. Ich könnte mir da niemand besseren vorstellen. Jan war immer ein absoluter Teamplayer“, sagte Jörg Föste und erntete ein Nicken von Trainer Sebastian Hinze.

Sozusagen als Mädchen für alles rund um die Mannschaft soll der 27-Jährige, der vor sechs Jahren zum BHC gekommen war, ab Sommer fungieren. Er soll Bindeglied zwischen Mannschaft und Funktionsträgern, aber auch Fans sein, sich gleichzeitig um organisatorische Dinge wie Auswärtsfahrten oder Hallenplanung kümmern und so die Handelnden im bisher nicht nur für für Erstliga-Verhältnisse sehr engen personellen Korsett des BHC entlasten.

„Es ist bemerkenswert, welche Riesenunterstützung ich hier erhalten habe und ich freue mich, dass ich so neue Einblicke in den Verein, der mir am Herzen liegt, gewinnen kann“, sagte Artmann selbst. Für ihn sei es natürlich hart mit dem Handball aufzuhören. Seit längerem leide er aber unter Problemen mit der linken Hüfte, habe das dank der guten Betreuung mit dem leistungssport noch in Einklang bringen können. Doch es habe sich eher verschlechert, wie auch Expertisen, die der BHC bei Spezialisten im Wuppertaler St.-Joseph-Krankenhaus und Helios eingeholt wurden, bestätigten. So reifte bei dem Sport- und Wirtschaftsstudenten der Entschluss, jetzt auf einem sportlichen Höhepunkt aufzuhören, zumal es inzwischen auch Bewegungseinschränkungen gebe. Die freilich merkte man dem 27-Jährigen, der mit Milan Kotrc das Duo beim BHC auf Linksaußen bildet, auf dem Feld bisher nicht an.

Jörg Föste kündigte an, dass es im Erstliga-Kader für Artmann auf jeden Fall Ersatz geben werde. So wie bei sonst noch noch möglichen kleinen Kaderveränderungen im Hinblick auf die 1. Liga, werde man Namen aber erst nennen, wenn der Aufstieg auch unter Dach und Fach ist.

Eine weitere Kaderveränderung ist allerdings auch seit Mittwoch öffentlich. Nachwuchskreisläufer Jonas Dell (20), vom BHC vor kurzem erst mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet, wird für die nächste Spielzeit an den Zweitligisten Hagen ausgeliehen, für den er dann mit Zweitspielrecht auflaufen wird. „In der 1. Liga kann ich einfach noch nicht spielen, daher halte ich die Leihe nach Hagen für den richtigen Weg“, sagt Dell selbst. Bisher kann er auf einige Kurzeinsätze im Zweitliga-Team des BHC verweisen, will in Hagen dann echte Zweitliga-Spielpraxis sammeln, um sich weiterentwickeln zu können.

Am Freitag wird Dell, der nach einer komplizierten Knöchelverletzung wieder im Lauftraining ist, zunächst nur Zuschauer sein. Für den Fall, dass der Aufstieg, wie erhofft, in trockene Tücher gebracht wird, ist er dann aber bei der Feier wieder mittendrin.