Handball-Bundesliga: BHC-Fans fiebern dem Wetzlar-Spiel entgegen

Handball-Bundesliga : BHC-Fans fiebern dem Wetzlar-Spiel entgegen

Der Handball-Erstligist empfängt am Sonntag den Tabellen-14. zum Heimspieldebüt 2019.

Die Vorfreunde ist groß, wenn die Erstliga-Handballer des Bergischen HC am Sonntag ihr erstes Heimspiel im Jahr 2019 bestreiten. Wenn um 16 Uhr die Partie gegen den Tabellen-14. HSG Wetzlar angepfiffen wird, wird die Solinger Klingenhalle mit 2500 Zuschauern aller Voraussicht nach ausverkauft sein.

Ein bisschen WM-Euphorie, vor allem aber die bisher so positive Entwicklung der eigenen Mannschaft, die als Aufsteiger nach 20 Spielen mit positivem Punktekonto auf Rang acht rangiert, macht Geschäftsführer Jörg Föste für die hervorragende Nachfrage verantwortlich. Die zeichne sich auch bereits für die nächsten Heimspiele ab. Im ersten Heimspiel 2019 sollen natürlich – wenn möglich – auch die ersten Punkte im neuen Jahr her, nachdem das Auswärtsspiel beim Favoriten Rhein-Neckar Löwen nach einigen guten aber auch einigen weniger guten Phasen mit 20:26 verloren gegangen war.

Leichte Fehler sollen
abgestellt werden

Besonders die unnötigen Ballverluste und technischen Fehler, mit denen man sich eine Fülle von Gegenstößen und damit leichte Tore eingefangen hatte, haben Trainer Sebastian Hinze geärgert. „Das gilt es gegen Wetzlar besser zu machen, daran haben wir aber die Woche über intensiv gearbeitet“, sagt Hinze und gibt sich nach einer bisher hervorragenden Trainingswoche optimistisch. Dass seine Mannschaft gegen die Neckar-Löwen schon früh müde gewirkt habe, schreibt er eher der ungewohnt späten Anwurfzeit um 20.30 Uhr zu. Das sollte am Sonntag keine Rolle spielen, genauso wie die Tatsache, dass viele Mannschaften Probleme haben, nach einer längeren Pause wieder in den Rhythmus zu kommen.

 Als Problem könnte sich gegen den Tabellen-14. aus Wetzlar, der mit 14 Zählern derzeit sieben weniger auf dem Konto hat als der BHC und das Hinspiel in Wetzlar nach am Ende dramatischem Verlauf mit 25:27 verloren hatte, schon eher die eingeschränkte personelle Situation erweisen. Mit Max Darj steht derzeit nur ein etatmäßiger Mann für den Innenblock uneingeschränkt zur Verfügung. Leos Petrovsky fällt mit Oberschenkelverletzung sicher noch eine Woche aus, und am Mittwoch musste Kapitän Kristian Nippes nach einem Wurf mit Rückenproblemen das Training vorzeitig abbrechen. Am Donnerstagmorgen war er beim Arzt. Ob er am Sonntag spielen kann, ist wohl noch offen.

Da wäre es schon gut, wenn Abwehrchef Csaba Szücs vielleicht zurückkehren könnte. Genau wie der Langzeitverletzte Halblinke Daniel Fontaine hat er zumindest wieder voll mit der Mannschaft trainiert und könnte eine Option sein. „Ansonsten müssen wir improvisieren. Aber wir haben ja noch ein zweites Deckungssystem“, sagt Hinze. Am Donnerstag sollte auch Rechtsaußen Arnor Gunnarsson nach seiner bei der WM erlittenen Oberschenkelverletzung wieder ins Training einsteigen. „Man muss abwarten, wie der Oberschenkel unter Belastung reagiert“, meint er im Hinblick auf einen möglichen Einsatz am Sonntag.

Für den BHC wird es dann vor allem darauf ankommen, Wetzlarer Gegenstöße zu vermeiden (Hinze: „Sie haben da eine ähnliche Spielidee wie wir.“) und den starken Rückraum in den Griff zu bekommen. Nicht nur der Halbrechte Stefan Cavor, der zuletzt beim 23:30 gegen Spitzenreiter Flensburg achtmal getroffen hatte, ist da zu beachten. Auch Olle Forsell Schefvert und Lenny Rubin auf Halblinks sowie Mittelmann Filip Mirkulovski bürgen für viel Qualität. Verletzt ist dagegen immer noch Ex-BHCer Alexander Hermann.

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