Beyeröhde sucht Außenseiterchance gegen den Tabellenführer

Handball : TVB weicht wegen der WM auf den Sonntag aus

Handball-Zweitligist empfängt Tabellenführer Buchholz/Rosengarten. 

Nach einer starken Serie könnte für den TVB Wuppertal nach der ärgerlichen Niederlage vom vergangenen Samstag gegen die Spreefüxxe Berlin gleich die nächste Pleite folgen. Denn am morgigen Sonntag (16.30 Uhr) kommt kein Geringerer als der Spitzenreiter der 2. Bundesliga, Buchholz 08/Rosengarten, in die Buschenburg. Die Partie wurde auf den Sonntag verschoben, weil am Samstag die Deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der WM gegen Brasilien spielt.

So wie die Wuppertalerinnen dürften auch die „Luchse“ mit einer gehörigen Portion Wut nach Langerfeld anreisen. Verlor der Ligaprimus doch am vergangenen Wochenende ebenfalls und gab seine ersten Punkte der Saison ab. „Hätten wir gegen Berlin nicht verloren, hätten wir in der Tabelle sogar zu den Luchsen aufschließen können“, sagte TVB-Abteilungsleiter Stefan Müller.

Doch dass die Hamburgerinnen durch ihre erste Niederlage - kassiert gegen Waiblingen nach einer 17:10-Führung - stark verunsichert sein könnten, glaubt TVB-Trainer Martin Schwarzwald nicht. „Gegen Buchholz sind wir wieder in einer klaren Außenseiterrolle, auch wenn die Luchse erstmals verloren haben. Dafür marschieren sie bislang sehr souverän durch die zweite Liga und sind verdient Tabellenführer“, beurteilt er die Kräfteverhältnisse. Rosengartens Kim Land bezeichnet der Coach als die beste Rückraum-Mitte-Spielerin der Liga. Zudem müsse seine dezimierte Mannschaft die Räume von Sarah Lamp im linken Rückraum einschränken und die Gegenstöße der Norddeutschen verhindern.

Im Angriff sind kraftschonende Lösungen gefragt

„Im Angriff müssen wir intelligente Lösungen gegen die beste Deckung der Liga finden und dürfen uns nicht zu überhasteten Abschlüssen verleiten lassen“, rät Schwarzwald. Damit könnte der Tabellendritte, der zuletzt nur mit sieben Spielerinnen agieren konnte, diesen etwas Luft verschaffen. Denn von den verletzten Spielerinnen dürfte noch keine zurückkommen. „An der Seite zu sitzen und meiner Mannschaft nicht helfen zu können, macht einen wahnsinnig“, sagt Ramona Ruthenbeck über ihre neue „Rolle“ auf der Tribüne. Die Mittelfrau wird neben Pia Adams sicherlich am meisten vermisst. Nicht etwa, weil ihre Vertreterin Luisa Knippert ihre Sache nicht gut machen würde. Ganz im Gegenteil, sie imponiert mit ihrem Kampfgeist wie „Rambo“ selbst. Vielmehr, aufgrund der fehlenden Alternativen auf der Bank.