Handball: Beyeröhde bleibt das Verletzungspech treu

Handball : Beyeröhde bleibt das Verletzungspech treu

Beim Handball-Zweitligisten fehlt gegen Nürtingen nun auch noch Michelle Stefes.

Es wird schwer für den Handball-Zweitligsten TVB Wuppertal am morgigen Samstag (18.45 Uhr) gegen die TG Nürtingen, seinen Heimnimbus in der Buschenburg zu verteidigen. Allerdings hat das weniger damit zu tun, dass die Süddeutschen dem aktuellen Tabellenvierten schon in der Hinserie die erste Niederlage (26:27) zugefügt haben. Vielmehr liegt es daran, dass dem TVB-Cheftrainer Martin Schwarzwald verletzungsbedingt kaum noch Spielerinnen zur Verfügung stehen. Nach Ramona Ruthenbeck, Natalie Adeberg, Pia Adams und der seit Saisonbeginn nicht zur Verfügung stehenden Silvia Szücs fällt nun auch noch Michelle Stefes aus. Sie zog sich in Lintfort beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss im Bauch zu. Kaum zu glauben, dass die – im positiven Sinne – handballverrückte Dialyseschwester damit 60 Minuten durchspielte.

Mit ihr fehlt dem Wuppertaler Coach die wohl beste Linksaußen der gesamten Liga und auch die Möglichkeit der vergangenen Wochen, den verbliebenen Rückraumspielerinnen Johanna Heldmann, Melina Fabisch oder Luisa Knippert mal eine Pause zu gönnen. Stefes hatte da zwischendurch auch im Rückraum ausgeholfen, gegen Lintorf, waren ihr sogar zwei Rückraumtreffer gelungen.

„Bis heute Mittag habe ich ja selbst gehofft, dass ich irgendwie noch spielen kann. Aber nachdem ich selbst die Ultraschallbilder gesehen habe, musste ich eingestehen, dass es besser ist, wenn ich nicht spiele“, sagt die 26-Jährige.

„Jetzt müssen wir einen Matchplan erstellen und schauen, wie es klappt“, sagt Schwarzwald, der diesen Plan aber im Vorfeld nicht verraten will.

Auch eine Aufstockung aus der Reservemannschaft lehnen die Verantwortlichen trotz der prekären Üersonal-Situation weiter ab. „Dafür haben die in der Oberliga selbst ein wichtiges Projekt zu erledigen“, erklärt Schwarzwald, warum sein Team sich erneut durchbeißen muss. e.ö.