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Bewährte Partnerschaft in Sachen Freibad

Freizeitsport : Bewährte Partnerschaft in Sachen Freibad

Damit der Badebetrieb am Eckbusch anlaufen konnte, schob die Stadt kräftig an.

Der Vertrag der Stadt mit dem privaten Freibad Eckbusch, der bisher jährlich verlängert werden musste, verlängert sich inzwischen automatisch, um den Wuppertalern im Sommer Badespaß bieten zu können. Sportdezernent Matthias Nocke und Bäderamtsleiter Michael Kickbusch schauten dennoch am Mittwoch persönlich vorbei, um die Kooperation zu bekräftigen und sich ein Bild zu machen, wie in Wuppertals einzig ungeheiztem Freibad die Saison angelaufen ist.

Von der aufgrund von Corona derzeit auf maximal 250 Gäste beschränkten Maximalkapazität war man am Dienstag, dem ersten Öffnungstag, und auch am Mittwoch noch meilenweit entfernt, dennoch schaute Frank Mühlhoff, Geschäftsführer des Fördervereins, zufrieden auf 66 mal knapp 20 Meter große Becken, in dem sich bei noch recht frischen Wassertemperaturen von knapp 20 Grad einige Kinder tummelten. „Ohne die Unterstützung der Stadt hätten wir in diesem Jahr nicht aufmachen können“, so Mühlhoff, der 15 000 Euro aus dem Feuerwehrtopf und zusätzlich 10 000 Euro aus dem Coronatopf in die betriebswirtschaftliche Rechnung einfließen lassen kann. Die 60 000 Euro an jährlichen Betriebskosten hätte man sonst nie aufbringen können, zumal das Bad witterungsbedingt auch im vergangene Jahr von rund 60 möglichen Tagen nur an 33 wirklich geöffnet gewesen sei. Nun hofft er natürlich auf einen besseren Freibadsommer.

„Wir haben den Verein vor fünf Wochen regelrecht nötigen müssen, die Öffnung anzugehen“, sagte Michael Kieckbusch, vor dem Hintergrund, dass damals noch eine  Sperrung der Liegewiese und ein Coronatest für die Badegäste vorgeschrieben waren. Das hat sich zum Glück geändert, und Mathias Nocke kann sich vorstellen, dass bis zum Ende der Badesaison, die für Mitte September angepeilt ist, die Kapazität noch erhöht werden könnte, falls die Inzidenzzahlen weiter so niedrig bleiben.

Sorgen dass es Engpässe geben könnte, weil die Stadt allen Kindern bis 17 Jahre  in den Bädern freien Eintritt gewährt (das Geld wird den Betreibern erstattet) macht sich Frank Mühlhoff nicht, zumal am Eckbusch eine Online-Anmeldung erforderlich ist und die Stadt bei großem Ansturm wie im Neuenhof und in Vohwinkel auch hier eine Security-Kraft stellen würde. 

„Eine tolle Sache mit dem freien Eintritt, aber wir wären auch so gekommen“, sagt Badegast Maurice Posch, der mit Frau, den eigenen beiden Kindern und Nichten und Neffen gekommen ist. Genau wie Markus Scholl ist er seit Jahren Stammgast und schwört auf die Atmosphäre in dem landschaftlich toll gelegenen Bad.  Scholls Tochter Katarina hatte hier im August 2020 sogar ihr Seepferchen gemacht und zum Glück wenig verlernt, wie der Papa mit einem Blick auf die Schwimmzüge der Tochter stolz bemerkte. gh