Bergischer HC erwartet am Sonntag den TVB Stuttgart

Handball-Bundesliga : BHC: Der nächste Kraftakt

Das Team will am Sonntag gegen Stuttgart Platz sechs verteidigen.

Nur drei Tage nach dem mit 28:26 glänzend bestrittenen Kraftakt gegen die Füchse Berlin und der Eroberung des sechsten Tabellenplatzes steht für die Erstliga-Handballer des Bergischen HC am Sonntag schon das nächste Heimspiel an. Und natürlich wollen die Löwen ihre Position mit Zähnen und Klauen verteidigen, wenn um 16 Uhr die Partie gegen den TVB Stuttgart in der Solinger Klingenhalle angepfiffen wird.

Eine Position, die am Ende sogar für den Europapokal reichen könnte.Mit dem Wort „Europa“ geht man trotz der glänzenden 4:2-Punkte aus den Spielen gegen Melsungen, Kiel und Berlin weiter defensiv um. „Es bringt nichts, das offen anzusprechen, das hat sich gerade gegen Melsungen und Berlin gezeigt, die in dieser Hinsicht unter Druck stehen“, sagte Geschäftsführer Jörg Föste. „Wir haben nichts mehr zu verlieren, aber natürlich wollen wir am Saisonende die bestmögliche Platzierung erreichen“, klingt es bei Torwart Christopher Rudeck ähnlich. Der stand dem Berliner Nationalmannschaftkollegen Silvio Heinevetter in nichts nach und trifft nun mit Jogi Bitter, Weltmeister von 2007, auf einen weiteren Klassemann zwischen den Pfosten.

„Wir werden sicher wieder eine so gute Leistung von Christopher wie gegen Berlin brauchen“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze und setzt neben dem Schub durch das Erfolgserlebnis und eine gute taktische Marschroute auch wieder auf die Zuschauer, die sein Team am Donnerstag durch die letzten schweren Minuten getragen hatten. So hofft er die Tatsache ausgleichen zu können, dass der Gegner sich zuvor zehn Tage gezielt hatte vorbereiten können, während der BHC am Donnerstag viel Kraft gelassen hat. Auf das Thema Europa reagierte Hinze danach gereizt. „Mich interessiert nur Stuttgart“, antwortete er auf die Frage eines Journalisten. Das werde schwer genug, denn auch die Stuttgarter, die kürzlich durch einen Sieg in Melsungen aufhorchen ließen und Berlin nach hoher Führung nur knapp unterlagen, spielen die beste Saison ihrer Geschichte, haben mit 22 Zählern den Klassenerhalt schon sicher. gh

Mehr von Westdeutsche Zeitung