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Benefiztraining mit Boxer Werner Kreiskott und großer Resonanz

Fitness : Benefiztraining mit großer Resonanz

Boxer Werner Kreiskott sammelt mit Aktion mehr als 2000 Euro für eine krebskranke Frau.

Harte Fäuste – weiches Herz: Zwei Charakteristika, die für Werner Kreiskott (41) auch noch mehr als zwei Jahre nach Beendigung seiner Karriere als Kick- und als Profiboxer gelten. Als der nur noch als Veranstalter und als Chef seines Fight Clubs in der Friedrich-Ebert-Straße tätige Lokal-Matador von dem Schicksal der an einem lebensgefährlichen Gallengangskarzinom erkrankten jungen Mutter einer zweijährigen Tochter hörte, überlegte er nicht lange, sondern rief per Facebook kurzfristig zu einem öffentlichen Training im Fight Club auf. Jeder, der unter fachkundiger Anleitung schwitzen wollte, sollte zehn Euro (oder mehr) spenden und damit zur notwendigen und in einer Privatklinik in Köln durchgeführten Behandlung beitragen. Ein großer Teil der nötigen 56 000 Euro waren über das Portal „better place“, initiiert von Stephanie Bangert, zusammengekommen. Durch sein Training allein erlöste Kreiskott 1355 Euro, und durch Spenden, die er bis Montagabend ob seines Aufrufs noch erhielt, steigerte sich die Summe auf mehr als 2000 Euro.

„Wenn der Werner ruft, dann komme ich natürlich“, sagte Uwe Matthias und mit ihm rund 50 Sportlerinnen und Sportler fast jeden Alters und der unterschiedlichsten Gewichtsklassen, die am Sonntagnachmittag in die Sporthalle gekommen waren und dann nach intensivem Warmlaufen, Strecksprüngen und „Crunches“ in Fünferreihen antraten und an den Sandsäcken und auf dem Boden eine Art Zirkeltraining absolvierten. Alle 20 Sekunden eine andere Übung, kommandiert von Werner Kreiskott, der als Trainer als „harter Hund“ gilt und dafür sorgte, dass mehr als der Sonntagsbraten abgeschwitzt wurde. Trotz prasselndem Fäuste-Stakkato, Liegestützen, Sprüngen aus der Hocke nur fröhliche Gesichter in der Halle, schließlich waren alle freiwillig dabei und freuten sich offensichtlich, dabei Positives zu bewirken.

„Ich bin mehr als beeindruckt, wie viele Menschen hierhin gekommen sind, um zu helfen, obwohl sie, wie auch Werner Kreiskott, meine Freundin doch gar nicht kennen“, staunte Linda van Hasselt, die beste Freundin der erkrankten jungen Frau und blickte auf das muntere Trainingsgeschehen, aber auch auf das mit roten, blauen und braunen Scheinen gefüllte Spendenglas. „Ich bin sicher, dass ihr der tätige Beistand von so vielen Menschen zusätzlich Kraft für die Therapie geben wird.“

(fwb)