Bei Gold-Weiss wird am Brückentag gearbeitet

Bei Gold-Weiss wird am Brückentag gearbeitet

Tennisclub richtet seine Halle für die Zukunft her und der 1. Vorsitzende packt selbst mit an.

Beine Hochlegen am Brückentag oder die daraus entstandene Phase der freien Tage mit Sport ausfüllen - beim Tennisclub Gold Weiss Wuppertal ist beides nicht angesagt. Der Verein von der Hatzfelder Straße nutzt diesen „Freiraum“ viel mehr um die vereinseigene Halle auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu hat auch der 1. Vorsitzende Bastian Cornelius - so wie weitere Helfer aus dem Verein - den Tennisschläger kurzerhand mit der Malerrolle getauscht.

„Wir stehen in direkter Konkurrenz zu so vielen neuartigen Freizeitangeboten, da muss man sein eigenes Angebot ständig überprüfen“, begründet der 33-jährige mehrfache Stadt- und Bergische Meister, warum man in seine Halle investiert, während andernorts Tennis-Kapazitäten abgebaut werden (im Sportpark Vohwinkel wurde aus der Tennis eine Trampolin-Halle).

Nicht nur über frische Farbe werden sich die privaten und Vereins-Tennisspieler ab Ende der Woche freuen dürfen, Kernstück der Sanierung sind eine neue LED-Beleuchtung, die dem aktuellen Standard des Deutschen Tennisbunds entspricht, sowie ein brandneuer Boden. Die Halle erhält einen Tufting-Schlingenbelag mit Granulat-Auflage, auf dem - wie im Sommer auf Asche - mit profilierten Schuhen gespielt werden kann. Das dürfte auch die vielen Medenspieler freuen, die ab Ende November in die Hallensaison starten. Gold-Weiss stellt dann fünf Mannschaften, dazu tragen einige Betriebssport-Mannschaften und Vereine, die über keine eigene Halle verfügen, an der Hatzfelder Straße ihre Spiele aus.

Zumindest in Wettspielen wird der Gold-Weiss-Vorsitzende Bastian Cornelius selbst nicht in den Genuss kommen, in seiner neuen Halle zu spielen. Ein Gold-Weiss-Herren oder -Herren-30-Team wird es auch in dieser Saison nicht geben, nachdem vor einem Jahr der geplante Wechsel von den Herren zu den Herren 30 nicht geklappt hatte und die viele Jahre so erfolgreiche Mannschaft um Cornelius und Co. auseinandergebrochen war. Weil das damals kurzfristig geschehen war, hatte sich Cornelius für die Wintersaison dem Wuppertaler Rivalen Blau-Weiss Elberfeld angeschlossen, um noch die Chance zu haben, überhaupt in der Halle zu mitzuspielen.

In der neuen Hallensaison schlägt er nun - wie schon im Sommer - für Verbandsligist St. Hubertus aus Kempen auf. Er folgt damit Stimmen aus dem eigenen Verein, die es nicht gut gefunden hatten, dass ausgerechnet der Vorsitzende für einen Lokalrivalen spielte.

Ungeachtet der Meisterschaft sollen möglichst schon am Wochenende in der frisch renovierten Halle die ersten Filzkugeln fliegen. „Der alte Boden macht noch etwas Probleme, doch wir sind froh, dass auch die ausführende Firma bereit war, an den Feiertagen zu arbeiten, so Cornelius - von wegen Brückentag.

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