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Bayer-Bilanz: Acht Endlaufteilnahmen in Berlin​

Schwimmen : Bayer-Bilanz: Acht Endlaufteilnahmen in Berlin

Am Schlusswochende kamen für die Wuppertaler Schwimmer unter anderem noch zwei vierte Plätze hinzu.

Eine weitere Medaille nach der bronzenen von Jan Delkeskamp über 100 m Brust von Freitag kam zwar nicht dazu, dennoch durften die Schwimmer der SG Bayer mit der Bilanz am Abschlusswochenende der Deutschen Meisterschaften in Berlin zufrieden sein. Der Fokus am Sonntag lag bei den nationalen Titelkämpfen natürlich auf den Schwimmern, die – zum Teil mit beachtlichen Erfolgen – von der WM zurückgekehrt waren und, wie etwa Brustschwimmerin Anna Elendt oder Brustschwimmer Lucas Matzerath, trotz Reisestrapazen in der Landeshauptstdt noch ihre Visitenkarte abgaben. Aber auch die Bayer-Schwimmer wussten zu gefallen. So verpasste Emre Demirdas, im vergangenen Jahr überraschender Silbermedaillen-Gewinner über 50 m Schmetterling, eine Medaille diesmal nur um elf hundertstel Sekunden. Er wurde im Finale in 24,40 Sekunden Vierter, sein Kumpel Moritz Schaller in 24,67 Sechster. Dass beide ihren Saisonhöhepunkt eigentlich schon im April hatten und dennoch ganz nahe an ihre Bestzeiten herankamen, hob Cheftrainer Michael Bryja positiv heraus. Schade dass die 50 m Freistil am Schlusstag unmittelbar nach den 50 m Schmetterling lagen. So konnte Demirdas dort sein Leistungsvermögen nicht ganz abrufen, erreichte „nur“ den B-Endlauf und wurde – eine halbe Sekunde über seiner Bestzeit – Fünfter.

Eine ganz tolle Leistung zeigte auch Alexander Kühling. Über 200 m Brust schwamm er am Samstag auf Rang vier. Am Morgen hatte Kühling in 2:16,07 hinter Marco Koch die zweitschnellste Vorlaufzeit erreicht, doch es war klar, dass alle für das Finale noch Reserven hatten. Auch Kühling steigerte sich am Nachmittag noch einmal auf starke 2:14,86 Sekunden. Eine Klasseleistung, doch am Ende fehlte die Winzigkeit von fünf Hundertstel zur Bronzemedaille. Die erkämpfte sich sein ehemaliger Wuppertaler Teamkollege Yannis Merlin Willim, der seit einiger Zeit für Leipzig schwimmt. Kühling erreichte am Sonntag dann auch noch den Endlauf über 50 m Brust, wurde in dem durch Lucas Matzerath aufgewerteten Klassefeld in 28,99 Sekunden Achter.

Für eine weitere Endlaufteilnahme am Schlusstag sorgte Jan Delkeskamp. Am Samstag war er über 200 m Brust im Vorlauf in 2:18,53 Minuten die zehntschnellste Zeit geschwommen und im B-Finale mit exakt der gleichen Zeit Vierter geworden. Am Samstag schwamm er über seine Spezialstrecke 200 m Lagen als Sechster ins Finale, steigerte sich dort gegenüber dem Vorlauf um eine gute Sekunde und landete auch im Endklassement auf Platz sechs.

Am Ende wies die Bayer-Bilanz inklusive der beiden Freistilstaffeln acht Platzierungen unter den Top-Acht und mehrere B-Final-Teilnahmen aus. Den Endlauf hätte sicher auch Vivien Selling über 50 m Brust erreicht, wurde aber wegen Fehlstarts disqualifiziert. Lernen war für Vielstarterin Pia Delkeskamp (fünf Starts) angesagt. Sie erfüllte mit für sie guten Zeiten genauso die Erwartungen wie Anna-Lena Materne und Leonie Schleiser.