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Bandwirker-Bad in Wuppertal-Ronsdorf fährt den Betrieb hoch

Schwimmen : Bandwirker-Bad fährt Betrieb hoch

Vereine und Kursteilnehmer dürfen schon ins Bad, ab dem 18. Juli ist auch die Öffentlichkeit wieder eingeschränkt zugelassen. An den Hygienekonzepten wurde gefeilt.

Als letztes der Wuppertaler Hallenbäder hat das Bandwirker-Bad in Ronsdorf in der vergangenen Woche seinen Betrieb nach dem Corona-Shutdown wieder aufgenommen. Wie berichtet, wurden zuerst die Vereine ins Bad gelassen. Seit Dienstag laufen die ersten Wassergymnastik- und Schwimmkurse. Ab 18. Juli soll auch die Öffentlichkeit an vier Tagen der Woche wieder ins Bad dürfen. „Zu anderen Zeiten, und auch sonst müssen die Gäste sich auf einige Änderungen im Rahmen unseres Hygienekonzeptes einstellen“, sagt Harald Kroll, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft BaRon. Die unterhält das Bürgerbad - unterstützt vom Förderverein - seit es 2011 aus städtischer in private Trägerschaft übergegangen ist.

Nur durch die tiefe Verwurzelung im Ortsteil sei es möglich gewesen, das Bad zu erhalten. Allein 20 000 öffentliche Badegäste im Vorjahr beweisen die Treue der Ronsdorfer. Da zählt der Schul- (vier Grund- und zwei weiterführende Schulen) und Vereinsbetrieb (sechs Vereine) noch nicht dazu. Spenden über den Förderverein sind eine der tragenden Säulen des Konzepts, das daneben Kurs- und Eintrittsgelder vorsieht. Die Vereinsgebühren hat kürzlich erstmals die Stadt übernommen. Ein Akt der Gleichbehandlung: Schließlich heißt es, dass in Wuppertal Vereine kommunale Sportstätten kostenlos nutzen dürfen.

Margit Deniers-Schlägel, die Vorsitzende des Fördervereins, zählt stolz auf, dass immer wieder Spenden fließen: Vom Bäcker, von Schulen, allein 1400 Euro ergab eine Aktion, bei der selbst genähte Mund- und Nasenschutzmasken verkauft wurden. Dreimal im Monat geöffnet ist wieder der Büchermarkt im Bad, bei dem gespendete Bücher verkauft werden. 30 000 Euro gab es aus dem Nottopf der Stadt.

 „Wir kommen über die Runden. Wir feiern nächstes Jahr unser Zehnjähriges in Eigenverwaltung, aber wir machen das mal nicht eben so“, sagte Thomas Heider, als zweiter Geschäftsführer von BaRon vor allem für die Finanzen zuständig. Eine Sanierung der Toiletten und des Eingangsbereichs wurde vorerst aufgeschoben.

Die Zusammenarbeit mit dem Sport- und Bäderamt wird als hervorragend bezeichnet, vor allem auch in der jüngsten Krise. „Wir haben uns stark an das Hygienekonzept der Stadt angelehnt, es aber für unsere Gegebenheiten angepasst“, so Harald Kroll, der zuletzt den Nutzungplan immer wieder geändert hat, weil der auf reduzierte Besucherzahlen und verstärkte Hygienamaßnahmen abgestimmt werden musste.

So lässt man vorläufig noch keine Frühschwimmer ins Bad, gibt es samstags und sonntags drei Slots von eineinhalb Stunden, in denen nur je 14 Besucher eingelassen werden, die am Eingang abgeholt und nachher auch wieder dorthin gebracht werden. Eine Anmeldung - im Hinblick auf das ältere Klientel telefonisch (25 49 704) und nicht online - ist ebenso für die beiden Badezeiten am Dienstag und Mittwoch (je 14 bis 16 Uhr) erforderlich. Dann können sogar 25 Gäste eingelassen werden, weil zwischendurch nicht desinfiziert werden muss, und so alle Kabinen genutzt werden können. Der Plan gilt vorerst bis Ferienende.

Die Besucher werden gebeten, das Eintrittsgeld (Erwachsene 4,50 Euro, Kinder in der Ferien 1 Euro, danach wie im städtischen Tarif 1,50 Euro) möglichst abgezählt mitzubringen, weil aus Virenschutzgründen der Kassenautomat nicht genutzt wird. Über die allgemeinen Regeln und wie ein Badbesuch abzulaufen hat, kann man sich auf der Internetseite informieren. gh

bandwirker-bad.de