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Aufsteiger FSV Vohwinkel muss sich starken Gästen aus Kapellen beugen

Fußball-Landesliga : Aufsteiger Vohwinkel muss sich starken Gästen beugen

Der Aufsteiger aus Wuppertal nutzt beim 1:3 seine Chancen wieder nicht genügend. In dem munteren Spiel gibt es drei Platzverweise.

In die Lüntenbeck waren am Sonntag nach der durch die Corona-Pandemie bedingten langen zuschauerlosen Zeit mehr als 100 zahlende Fußballanhänger gekommen, um den Saisonauftakt des Aufsteigers FSV Vohwinkel gegen die ambitionierte Landesliga-Mannschaft von SC 1911 Kapellen-Erft mitzuerleben. Dass die Gäste am Ende mit 3:1 (0:0) die Oberhand behielten, war deren individueller Klasse und einmal mehr der mangelhaften Chancenverwertung des FSV geschuldet. „Wir haben zwar gegen eine der besten Mannschaften der Liga verloren, aber die Niederlage war für mich unnötig, weil wir die klareren Chancen besaßen und sie wieder nicht genutzt haben“, sagte FSV-Coach Günter Abel nach der Partie.

Auch Max Eberl, Manager von Bundesligist Borussia Mönchengladbach, war gekommen, um seinen Sohn zu sehen. Und er sollte, wie die übrigen Zuschauer, ein von Beginn an packendes und bis zum Abpfiff hart umkämpftes Landesliga-Spiel sehen, was sich auch in drei Platzverweisen niederschlug. Bereits nach zwei Minuten klärte Sufian Abu Laila in höchster Not gegen Nils Mäker, ehe der FSV zwei starke Szenen durch Fredy Lühr und Julian Kanschik verbuchen konnte. Die Gäste, die spieltechnisch reifer und kombinationssicherer agierten, hatten die klarste Chance nach einer Viertelstunde, als der dribbelstarke und wieselflinke Baran Bal frei am glänzend reagierenden FSV-Keeper Stefan Kroon scheiterte. Die jederzeit Paroli bietenden Füchse konterten mit einer „Hundertprozentigen“, die Sebastian Jansen „verdaddelte“ (16.).

Wünschmann wird
attackiert und sieht Rot

Es war ein munteres Spiel zweier Teams, die sich keinen Zentimeter Boden schenkten und im Umschaltspiel nach vorn ebenbürtig waren. Als Mitte der ersten Halbzeit Benny Wünschmann hart bedrängt und am Boden liegend das Leder mit der Hand spielte und weiter attackiert wurde, verlor er die Beherrschung, keilte aus und sah glatt Rot (23.). Die Elf von Heinz-Peter Schiffer, bei der Linksverteidiger Robert Wilschrey Dreh- und Angelpunkt war, suchte immer wieder den Weg in den FSV -Strafraum, hatte aber bei weiteren Chancen kein Schussglück.

Die Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit hatte es dann in sich und war an Turbulenz kaum zu überbieten: unmittelbar nach Wiederbeginn ging Mäker nach einem Zweikampf mit Abu Laila zu Boden – Strafstoß lautete die Entscheidung. Wilschrey ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 1:0. Nach seiner Einwechselung kaum fünf Minuten auf dem Feld, war für Kapellens Stephan Wanneck der „Arbeitstag“ nach einer Tätlichkeit in der 50. Minute bereits wieder beendet – Rot. Jubel beim FSV nur vier Minuten später, als Toni Zupo die Nerven behielt und zum Ausgleich ins lange Eck traf. Es sollte in diesem Rhythmus weitergehen: in der 56. Minute war der aufgerückte David Dygacz mit der erneuten Führung für die Gäste zur Stelle. Nach Kanschicks Außennetztreffer (59.) belohnte sich Bal nach einem Konter gegen die aufgerückte Heimelf mit dem entscheidenden 3:1 (61.).

Die Vohwinkler, beflügelt durch die Einwechselungen von Denis Arslan und Samet Caliskan, drängten auf das 2:3, erhielten jedoch kurz vor Schluss noch eine berechtigte Gelb-Rote Karte gegen Sebastian Jansen nach einem Frustfoul. Es blieb beim 1:3.