Auf den WSV wartet der Angstgegner

Fußball-Regionalliga : Auf den WSV wartet der Angstgegner

Vor dem schweren Auswärtsspiel in Gladbach war Fehleranalyse angesagt.

Wenig reden und still arbeiten, scheint derzeit die Devise beim Wuppertaler SV zu sein, während sich die Regionalliga-Mannschaft auf das nächste Spiel bei der U23 von Borussia Mönchengladbach vorbereitet. Auf der Homepage des Vereins verharren seit Tagen als Neuigkeiten die Stellungnahmen von Sportdirektor Karsten Hutwelker und der Mannschaft nach der Trennung von Trainer Andreas Zimmermann, die inzwischen zwei Wochen her ist.

Hutwelker, von vielen Fans zum Sündenbock erkoren und am vergangenen Spieltag teilweise verhöhnt, will aktuell am liebsten gar nichts mehr sagen. Deutlich wurde er allerdings am Mittwoch noch einmal in der ausführlichen Videoanalyse der Partie gegen Verl. „Er hat es knallhart auf den Punkt gebracht. Die Gegentore kassieren wir viel zu einfach. Wichtig ist, dass wir es schnell lernen. Der Kader ist nun mal wie er ist“, sagt Routinier Silvio Pagano, der nach einer fünfmonatigen Pause selbst erst wieder seit vier Wochen zum Kader gehört.

Dass er seitdem schon wieder so viel gespielt hat - binnen einer Woche waren es 45 Minuten gegen Schalke, 75 in Bocholt und mehr als 80 gegen Verl - damit hat er selbst nicht gerechnet. „Das war sicher anders abgesprochen, ich bin nach der langen Pause noch weit von dem entfernt, wo ich hin will“, sagt Pagano, stellt sich aber als Routinier in den Dienst der Mannschaft. Für die Hexenjagd auf Hutwelker von außen hat Pagano kein Verständnis.

Nach rund einstündiger Analyse ging es am Mittwoch dann noch zum Training auf den Platz des Zoostadions. Mit dabei ein Gastspieler und wie schon in den vergangenen Tagen U16-Trainer Yilmaz Ardic, der neben Co-Trainer Pascal Bieler Hutwelker im Training assistiert und am vergangenen Samstag auch schon mit auf der Bank gesessen hatte.

Ob die Verletztenlage sich bis zum kommenden Samstag verbessert, ist noch fraglich. Nick Osygus und Kevin Pytlik absolvierten ihr eigenes Aufbautraining, während die Mannschaft auf dem Kleinfeld Spielformen übte. gh

(gh)
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