ASV scheitert erneut an den Zebras

ASV scheitert erneut an den Zebras

Fußball-Bezirksliga: Ronsdorf gewinnt das Top-Derby gegen den ASV mit 4:2. Jubel auch auf Linde.

TSV Ronsdorf — ASV Wuppertal 4:2 (1:1). In einem spannenden und torreichen Derby zweier Teams auf Augenhöhe behielt der TSV Ronsdorf nach dem Hinspiel-Erfolg auch im Rückspiel mit 4:2 (1:1) die Oberhand. Für eine Mannschaft, die auf den Relegationsplatz spekuliert und im Wissen darum, dass der ärgste Kontrahent Frohnhausen am Vormittag eine Niederlage kassiert hatte, agierte der ASV nicht druckvoll und vor allem vor dem Tor nicht zwingend genug. Dass deutliche Plus in punkto Spielwitz beim ASV glichen die Zebras durch Willen und Zweikampfstärke aus.

Sie erspielten sich besonders im ersten Durchgang die deutlich besseren Torchancen. Gleich zu Beginn wurde Michael Günther nach schöner Kombination über Leon Elbl, Denis Levering und Dominik Hahn erst im letzten Moment geblockt (7.). Wenig später widerfuhr Julian Zeidler das gleiche. Julian Bentes Lattenschuss (23.) und Fabian Nachtsheims Distanzschuss weckte Hoffnung bei den Gastgebern. Doch mit der ersten echten Möglichkeit gingen die Gäste in Führung: Christopher Krüger hatte platziert von rechts geflankt, und Ozan Tatli behielt vor dem Tor die Übersicht (37.). Dass Levering quasi mit dem Pausenpfiff aus 19 Metern ausglich, war hochverdient. Bei den Gästen agierte Spielertrainer Alen Erkocevic besonnen und mit viel Übersicht, allein seine Mitspieler, allen voran Orlando Paulo Samuel, verstrickten sich zu häufig in erfolglose Dribblings. Doch ein von Ferhat Ural blitzschnell ausgeführter Freistoß aus 30 Metern überraschte TSV-Keeper Justin Knackmus, was in der 57. Minute die erneute Gästeführung bedeutete. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, als sich der bereits zuvor verwarnte Paulo Samuel eine weitere Undiszipliniertheit leistete und folgerichtig Gelb-rot sah (62.). Dennoch dauerte es bis zur 74. Minute, bis die Zebras zum Ausgleich kamen: Levering flankte präzise an den kurzen Pfosten, wo Felix Heyder per Kopf zur Stelle war. Drei Minuten später die Vorentscheidung: Levering chippte das Leder erneut vors Tor. Diesmal verlängerte Sven von der Horst mit der Fußspitze ins Tor. Die Gäste versuchten natürlich, das Spiel noch einmal an sich zu reißen, scheiterten aber letztlich erneut an den Undiszipliniertheiten, die zum Teil von außen hereingetragen wurden und eine Atmosphäre in die Partie brachten, die auch dem stark kritisierten Schiedsrichtergespann nicht entging. Die Rote Karte für den in der 67. Minute eingewechselten Ahmad Bilal nach einer Tätlichkeit (88.) dezimierte den ASV weiter. Gegen neun Barmer vollstreckte Zeidler in der Nachspielzeit einen der Konter zum 4:2-Endstand. ryz SV Jägerhaus-Linde — SC Phönix Essen 6:2 (3:1). Linde feierte einen ganz wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg und kletterte zunächst wieder auf einen Nichtabstiegsplatz. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt allerdings nur einen Punkt, der auf den ersten Abstiegsplatz zwei Punkte. Aus der Führung der Gäste nach einer Viertelstunde machten Marius Schubert (26.), Mersad Alijevic (39.) und Mustafa Sungur (40.) innerhalb von 15 Minuten die 3:1-Halbzeitführung. Nach der Pause erhöhten Leon Richarz, Mustafa Sungur und Kevin Oehl bei einem weiteren Gegentreffer auf 6:2. „Die Mannschaft hat heute einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht und sich dafür auch belohnt“, war Linde-Trainer Carsten Tracogna zufrieden. Nun freut er sich auf das Ronsdorfer Derby beim TSV, das am Mittwoch um 20 Uhr an der Parkstraße steigt. lars TSV Union - 1.FC Wülfrath 1:5 (1:2). Durch die deutliche und bittere Heimpleite rutscht Union nach Siegen der Abstiegskonkurrenten Linde und Radevormwald auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Gegen keinesfalls überragende Gäste erwischte Union keinen guten Tag. Zwar erzielte Niklas Alexander Nauß den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch ließen die Gastgeber Mentalität und Leidenschaft, die sie sonst auszeichnen, fast über die komplette Spielzeit vermissen. Spätestens nach dem 1:3 (47.) war die Partie entschieden. Die Niederlage fiel insgesamt zwar zu hoch aus, weil die Gastgeber auch einige Chancen liegen ließen, war aber definitiv verdient. „Wir haben uns defensiv schlecht angestellt und insgesamt so einiges vermissen lassen“, war Trainer Rolf Duhr enttäuscht. mkp VTVD Velbert - Grün-Weiß Wuppertal 4:0 (1:0). Nach dem 2:6 im Hinspiel musste sich Grün-Weiß dem Tabellenführer erneut mit vier Toren Differenz geschlagen geben. Bereits in der achten Minute erzielte Christos Karakitsos die Führung für die Heimelf, die beim Sommerkick nicht großartig gefordert wurde. Allein Elbin Redzepovic und Kenan Arik prüften den Velberter Keeper. Ansonsten zogen die Platzherren ihr Spiel wie gewohnt auf: über die Außenpositionen mit anschließendem Rückpass in den Strafraum rissen sie immer wieder Löcher in die Gäste-Abwehr. Dennoch hielten die Wuppertaler eine Halbzeit gut dagegen , gerieten erst kurz nach Wiederanpfiff durch Chamdin Said mit 0:2 in Rückstand. Die in allen Belangen überlegenen Gastgeber erhöhten durch Karakitsos (66.) und erneut Said (83.) dann standesgemäß auf 4:0. ryz

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