ASV hat endlich genug Personal für die Bezirksliga

ASV hat endlich genug Personal für die Bezirksliga

Zu dem für Sonntag angesetzten GA-Pokalspiel bei Grün-Weiß tritt der ASV nicht an.

Barmen. Trotz aller Rückschläge und obwohl die Vorzeichen denkbar schlecht standen, scheint es für die erste Mannschaft des ASV Wuppertal in der Bezirksliga weiter zu gehen. Ein Kompetenzteam arbeitete in den vergangenen Tagen unter Hochdruck an der Rettungsmission und durfte sich am Mittwochabend über eine gute Resonanz bei der kurzfristig anberaumten Informationsveranstaltung freuen.

Fünfzehn interessierte Spieler, darunter Bezirks- und Kreisligakicker sowie zahlreiche Spieler, die bereits in der A-Jugend und in der ersten Mannschaft des ASV spielten, die künftig die Schuhe für den Barmer Traditionsverein schnüren wollen, waren ins Vereinsheim am Gelben Sprung gekommen. Dazu gebe es weitere Akteure, die bereits zugesagt haben.

Andreas Krüger, Hans-Peter Trippe, Peter Stern und Peter Lünenschloss wollen gemeinsam mit Vorstandsmitglied Michael Lutz, Michael Kaymer, dem bisherigen Fußball-Abteilungsleiter Volker Koch, sowie drei Mitgliedern der Jugendabteilung das leck geschlagene Schiff wieder auf Kurs bringen. Dörthe Hackert, zweite Vorsitzende und Schatzmeisterin, und Harald Graf, sportlicher Leiter des Gesamtvereins, wohnten der Veranstaltung ebenso bei. „Wir versuchen alle Möglichkeiten auszunutzen, um hier wieder etwas auf die Beine zu stellen“, so Stern, der seit rund 40 Jahren im Verein ist, zur WZ.

Nach einem Gespräch mit Krüger hatte Neu-Trainer Stefan Pattberg keine Sekunde gezögert, das sogenannte Himmelfahrtskommando zu übernehmen: „Es ist mir ein Bedürfnis diesem Traditionsclub zu helfen und der Zuspruch in den letzten Tagen ist gewaltig“, sagt Pattberg, der zuletzt Einigkeit Dornap trainierte. Kämpfen gehöre zum Fußball und man dürfe die Bezirksliga nicht einfach kampflos wegschenken.

Mit Torwarttrainer Dirk Stacheli und Andreas Baxevanoglu habe er ein Trainerteam, das, wie er, mit Herzblut dabei sei. Dass mit Benjamin Pöschk und Fatih Kurt zwei Spieler des letztjährigen Landesliga-Teams am Mittwochabend Bereitschaft signalisierten, auch in der anstehenden Spielzeit für den ASV aufzulaufen, könnte auch für Spieler wie Daniel Ritter, Marius Korpilla und Nikos Kapassas, deren Abmeldung bislang nicht vorliegt, Signalwirkung haben. „Wir brauchen charakterstarke, ehrliche Spieler, die auf der Baustelle ASV eine Hinrunde hinlegen, auf der man in der Rückrunde aufbauen kann“, so Pattberg, der die Chance auf den Klassenerhalt als realistisch erachtet. Mit einem Kader von 20 Spielern rechnet Pattberg zum Saisonauftakt.

Die Vorbereitung beginnt am kommenden Montag an der Hauptstraße um 19.30 auf dem Sportplatz des Cronenberger SC, der sich spontan bereiterklärte, dem ASV zu helfen, da der Rasenplatz am Gelben Sprung gesperrt ist. Im Rahmen der Veranstaltung verständigte man sich zudem darauf, beim GA-Pokalspiel im Höfen gegen Grün-Weiß Wuppertal am Sonntag nicht anzutreten. Vorbereitungsspiele sowie -turniere stehen indes bereits fest, wie Krüger den potenziellen Neuzugängen mitteilte.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der gewünschte positive Dominoeffekt eintritt und die Entwicklung den gewünschten Erfolg bringt. Zu wünschen wäre es den engagierten Mitgliedern. Denn wie sagte Stefan Pattberg treffend: „Nicht nur der Wuppertaler SV, sondern auch der ASV Wuppertal stellt sich neu auf und ist nach wie vor eine gute Adresse im Tal.“

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