Arabesque tanzt nur hauchdünn am Siegertreppchen vorbei

Arabesque tanzt nur hauchdünn am Siegertreppchen vorbei

Jazz- und Modern: Glänzender Bundesligaauftakt für ASV-Formation.

Strahlende Gesichter bei der ASV-Formation „Arabesque“ als nach dem Finale zum Bundesliga-Auftakt im Jazz und Modern Dance die Wertungen aufgezeigt wurden: Dreimal die Zwei, zweimal die Eins, was nur hauchdünn Platz zwei hinter dem Seriensieger „Autres choses“ aus Saarlouis bedeutete. Die wiesen zwar eine Drei, aber dafür die Majorität der Einsen, nämlich drei, auf.

„Ich bin total happy“ freute sich Chef-Trainerin Bettina Klaus-Brebeck nach dem kaum erwarteten Erfolg. Schließlich hatte man einen Zweikampf zwischen Saarlouis und „La Nouvelle Experience“ aus Hamburg erwartet. Doch die mit erstklassig ausgebildeten Tänzerinnen und Tänzern besetzten Norddeutschen traten nur mit acht Aktiven an und mussten sich mit dem vierten Platz hinter Saarlouis, dem ASV Wuppertal und TS Lepehne Bonn begnügen.

Diesmal stimmte bei „Arabesque“ alles: die originellen Kostüme und das ungewöhnliche Musikstück „Virus“, bei dem Jens Vorsteher seine elf Mittänzerinnen „infizierte“ und am Schluss der Kür „erlöste“. Damit kamen die Wuppertaler auch choreografisch beim Publikum wie auch beim Wertungsgericht bestens an und erzeugten jubelnden Beifall.

Dabei hatte Bettina Klaus-Brebeck wegen des Ausfalls von Cesar Salas die Abfolge des Auftritts total umstellen müssen. „Erst in der letzten Woche konnten wir wegen der Grippewelle und den vielen Tänzerinnen, die auswärts studieren, wettkampfgerecht trainieren. Da war ich schon skeptisch, als wir nach Düsseldorf fuhren“. Doch das eingesetzte zwölfköpfige Ensemble mit Louisa Sophie und Kira-Anna Brebeck, Jana Breidenbach, Amy Köhn, Lisa Riggio, Anna Marquardt, Amelie Burkert, Carina Mett, Elisabeth Forys, Ann Sophie Dicke, Vanessa Steinbrink und Jens Vorsteher wuchs über sich hinaus und zeigte in insgesamt drei Durchgängen überragende Leistungen.

„Ein Erfolg, der uns trotz aller Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben, bestens für die drei weiteren Turniere motiviert“, war die Meinung im Team. „Leider haben wir bis auf Cesar Salas und Jens Vorsteher keine Jungs oder Männer“, bedauerte Bettina-Klaus Brebeck und zählte gleich auch die in ihren Ligen ebenfalls sehr erfolgreichen ASV-Formationen Chocolat, Pirouette und FlicFlac dazu. „Da würden wir uns sehr über männliche Interessenten an unserem zwar anstrengenden, aber sehr schönen Sport freuen.“ fwb

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