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Tischtennis: Alles eine Nummer kleiner

Tischtennis : Alles eine Nummer kleiner

Im Tischtennis hat sich Wuppertal aus den höchsten Klassen zurückgezogen. Platzhirsch bleibt der TTV Ronsdorf in der Oberliga.

Wuppertal. Viele haben sehnsüchtig darauf gewartet, andere blicken wegen ihres Trainingsrückstands eher sorgenvoll drein: Die Tischtennissaison auf Verbandsebene wird am Wochenende eröffnet. Im Tal ist man zwar weiterhin in der Breite gut aufgestellt, doch die fetten Jahre im Wuppertaler Tischtennis sind vorbei.

In der Regionalliga, einst mit mindestens zwei Wuppertaler Teams bestückt, sucht man jetzt vergeblich nach einem Vertreter aus dem Bergischen. Der TTV Ronsdorf verlor mit Minh Tran Le (Champions Düsseldorf), Tim Lindner (1. FC Köln) und Marcel Harler (SC Staig, Baden-Württemberg) gleich drei Akteure. Da war der Rückzug in die Oberliga nur die logische Konsequenz. Zu den Stammkräften der letzten Saison, Michael Holt, Michael Höhl und Marc Wolter stoßen nun aus der zweiten Mannschaft zu Spitzenspieler Guohui Wan, Justin Donnelly und Sebastian Luckey. Mit diesem Team möchte man mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Noch kleinere Brötchen muss der SSV Germania Wuppertal backen. Dem glatten Abstieg aus der Regionalliga folgte gar der Rückzug in die fünftklassige NRW-Liga, denn mit Marian und Marvin Maiwald mussten die Elberfelder zwei junge Spieler Richtung Borussia Dortmund ziehen lassen. Für sie rücken nun Tobias Klinke und Arne Meier in die Mannschaft. Zusammen mit dem letztjährigen Quartett mit Adrijan Skara, Jens Gester, Jörn Steinwachs und Frank Wolter wird die Germania vermutlich sehr weit oben mitmischen.

Ganz andere Ziele verfolgt da Team Zwei des TTV Ronsdorf als Ligakonkurrent der Germania. In der vergangenen Saison schrammte die Regionalliga-Reserve noch knapp am Aufstieg vorbei, diesmal ist die Mannschaft von den Südhöhen einer der Abstiegskandidaten. Nachdem ja gleich drei Spieler hochrücken mussten, wird der Klassenerhalt nun zur Herkulesaufgabe.

Auch für die Damen des TTC Wuppertal, endete das Abenteuer Oberliga nach nur einer Saison. In der NRW-Liga wird das Quartett aber wieder ganz vorne erwartet, denn mit Jessica Lindemann vom TV Falkenberg (Bremen) haben die Katernbergerinnen spielstarken Zuwachs bekommen. An diesem Wochenende sind nun also beinahe alle Wuppertals Teams an den Tischen.

Für Stadtprimus Ronsdorf kommt es am Samstagabend gleich zum Derby beim bergischen Nachbarn SV Union Velbert II. In kompletter Aufstellung ist die Reserve des Drittligisten kaum zu schlagen, dennoch freuen sich die Wuppertaler auf viele hochklassige Begegnungen (18.30 Uhr, Sporthalle Tönisheider Straße).

Team Zwei des TTV Ronsdorf bekommt es am Sonntag um 11 Uhr mit der SG Heisingen zu tun und möchte sich zumindest achtbar aus der Affäre ziehen (TH Ferdinand-Lassalle-Str.). Germania ist dagegen beim TT-Team Bochum klarer Favorit und möchte auf jeden Fall die ersten Punkte einfahren.

In der Verbandsliga hat sich Aufsteiger ASV Wuppertal mit Sven Sessbrügger (Einigkeit Süchteln) und Patrik Schoof (TSV Gruiten) verstärkt. Für das neuformierte Sextett um die Routiniers Claus-Jürgen Erdmann und Edgar Höhn ist der Klassenverbleib das oberste Ziel. Das Derby gegen den TTC SW Velbert am morgigen Sonntag um 11 Uhr wird die erste ganz große Herausforderung (TH Thorner Straße).