Handball: Adams und Co besiegen den Meister

Handball : Adams und Co besiegen den Meister

Handball-Zweitligist TVB Wuppertal gewinnt in Buchholz im letzten Auswärtsspiel 27:23.

Mit dem 27:23 (11:14)-Sieg beim Ligaprimus der 2.-Handball-Bundesliga, Buchholz-Rosengarten, hat der TVB Wuppertal im letzten Auswärtsspiel der Saison beim vorzeitigen Meister die Feierlaune in voller Halle zumindest leicht getrübt. Vor mehr als 450 Zuschauern in Buchholz, einer Gemeinde der Metropolregion Hamburg, stemmte sich die Mannschaft von TVB-Trainer Martin Schwarzwald von Beginn an den keineswegs schlecht aufgelegten Gastgeberinnen entgegen. Nach dem 8:8-Ausgleich (20.) und wechselnden Führungen geriet die Mannschaft um Luisa Knippert zunächst in Rückstand. „In dieser Phase taumelten wir durch die Halbzeit in die Pause“, sagte Schwarzwald. Sein Team konnte zwar die gefürchteten Gegenstöße des Spitzenreiters unterbinden, fand aber gegen die zweite Welle der Gastgeberinnen zunächst kein Mittel. Hinzu kamen technische Fehler. Doch Hannah Kamps zweiter von sechs Treffern zum 11:14 sorgte Sekunden vor dem Pausenpfiff dafür, dass die Wuppertaler Handballgirls mit Zuversicht in die Kabine gehen konnten.

„Martin hatte uns vor dem Spiel gesagt, dass wir bei minus drei Treffern bleiben müssen. Danach würden unsere Chancen immer weiter steigen“, erklärte Pia Adams – mit zehn Treffern beste TVB-Werferin – nachher den gesunden Optimismus, den die Mannschaft trotz erneut dezimierter Aufstellung ausstrahlte. Zudem habe bei den Handball-Luchsen vor allem im zweiten Durchgang nicht mehr so viel, bei ihrer Mannschaft fast alles geklappt. „Wenn das so kommt, kann man ein Spiel auch mal so gestalten“, sagte die Rückraumlinke nach ihrer vorletzten Partie im Trikot der Langerfelderinnen.

Nach der Pause nur neun
Gegentreffer zugelassen

Gerade mal neun Gegentreffer ließen die gut aufgelegte Torfrau Dana Centini und ihre Vorderleute nach dem Wiederanpfiff zu. Vor allem als Knippert das gute Innenblock-Duo Johanna Heldmann und Anna-Lena Tomlik auf der Deckungsmitte stärkte, war Rosengartens Angriff völlig aus dem Konzept. Drei Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung von Beyeröhde beim 27:21 sogar sechs Tore. „Es ist Wahnsinn, dass wir mit so wenigen Spielerinnen kaum Leistungsschwankungen haben. Natürlich möchte ich jetzt auch kommende Woche mein letztes Spiel mit den Mädels gewinnen“, sagt Adams schon mit Blick auf das Saisonfinale am kommenden Samstag (18 Uhr) in der Buschenburg gegen den Tabellenzweiten Mainz. Sie verabschiedet sich danach in Richtung Bundesliga nach Leverkusen. Mit Annefleur Bruggemann von eben dem Partner Bayer-Elfen stellte Abteilungsleiter Stefan Müller am Samstag auch die Spielerin vor, die Adams Lücke auf Rückraum links per Doppelspielrecht füllen soll.
TVB: Centini – Michaelidis, Hufschmidt (1), Heldmann (7), Adams (10/3), Szücs (n.e), Tomlik (2), Kamp (6), Knippert (1), Havel (n.e).

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