Laufsport: 100 Kilometer und ein Weltrekord beim Whew

Laufsport : 100 Kilometer und ein Weltrekord beim Whew

Die Teilnehmer beim Whew 100 ließen sich auch von Kälte und Schneeregen nicht stoppen. Mehr als 400 standen am Samstag morgens um 7 Uhr an der Startlinie am Bahnhof Mirke. Markus Jürgens stellte einen neuen Weltrekord im Rückwärtslaufen auf. Die Ersten waren schon nach siebeneinhalb Stunden im Ziel.

Trotz zeitweisen Schneeregens und Frühtemperaturen nahe des Gefrierpunkts, hat es bei der sechsten Auflage des Langstreckenlaufs WHEW 100 auf den ehemaligen Eisenbahntrassen wischen Wupper und Ruhr den erwarteten Starterrekord gegeben. Trotz einiger weniger Anmeldungen gingen am morgen um 7 Uhr am Bahnhof Mirke 190 Einzelstarter, sowie 71 Run & Bike-Teams, acht Zweier- und 14-Viererteams an den Start.

„Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Cheforganisator Guido Gallenkamp, der zusammen mit dem MTV Elberfeld und vielen Helfern von Vereinen an der Strecke dieses besondere Event erneut auf die Beine gestellt hatte. Die hohe Starterzahl mit Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie dem Ausland zeigt, dass sich der Lauf längst etabliert hat.

Die Medaillen wurden von Marcus Dorau neu gestaltet und von Stempel Donner hochwertig produziert. Auch die Starter beim 5er und 10er erhielten derartige Plaketten. Foto: Günter Hiege

Als erste Langstreckler waren nach 7:30,23 Stunden Alexander Ebert und Marc Hartmann mit ihrem Run & Biketeam im Ziel, dicht gefolgt von der Vierer-Laufstaffel „Die Panorama Athleten“ aus Heiligenhaus und Dortmund. „Für eine Rekordzeit war es zu kalt, nach 60, 70 Kilometern hat die Muskulatur zugemacht“, sagte Marc Hartmann im Ziel. Als erster Einzelstarter blieb Georg Schützka aus Weinböhla knapp unter der Acht-Stunden-Grenze, gefolgt vom Dänen Morten Tyhe, der unterwegs lange geführt hatte.

Auf einer Livetracking-Karte im Bahnhof Mirke konnte der Stand des Rennens über 100 Kilometer verfolgt werden. Foto: Günter Hiege

Von Anfang an auf Weltrekordkurs bewegte sich Markus Jürgens, der eine neue Bestleistung über 100 Kilometer im Rückwärslaufen aufstellen wollte. In 12.20,37 Stunden gelang ihm das deutlich. Er unterbot die alte Bestmarke um vier Stunden. Die letzten Finisher waren erst am Abend nach mehr als 15 Stunden im Ziel. Die Ausfallquote war sehr gering.

Leider deutlich geringer waren die Starterzahlen beim Fünf- und dem Zehnkilometer-Lauf des Whew. Über fünf Kilometer gab es rund 100 Starter. Lokalmatadorin Katharina Urbainczyk war bei den Frauen in 18:20 Minuten konkurrenzlos und auch nur 17 Sekunden langsamer als der Sieger bei den Männern, Marvin Jesinghaus.

Noch kleiner war mit 91 das Starterfeld beim Zehner, hatte dafür zumindest in der Spitze bei den Herren große Qualität. Mit Sieger David Fleschen (35:09), Streckenrekordhalter Marc Walter (LG Wuppertal), Vorjahres-100er-Sieger Henning Vengels und Jochen Ziemann (BSG Stadtsparkasse Wuppertal) blieben die vier Ersten unter 36 Minuten.

Alle Ergebnisse und ein Livetracking auf whew100.de.

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