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Lieferprobleme: Wuppertal wartet auf Schilder und Tempo-40-Blitzer

Lieferprobleme : Stadt Wuppertal wartet auf die Tempo-40-Blitzer und Verkehrsschilder

Eigentlich sollten nun die Maßnahmen zur Verbesserung der Luftreinhaltung in Wuppertal starten, doch Lieferprobleme machen der Stadt einen Strich durch die Rechnung.

Am 11. Mai hat der Rat der Stadt einem Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Luftreinhaltung in Wuppertal zugestimmt. Dem Ratsbeschluss war ein Vergleich zwischen der Stadt, dem Land NRW und dem Verein Deutsche Umwelthilfe vor dem Oberverwaltungsgericht Münster vorausgegangen, mit dem Dieselfahrverbote abgewendet werden konnten. Ab Mittwoch, 20. Mai, sollten die Maßnahmen auf fünf Straßen (Steinweg, Briller Straße, Gathe, Westkotter Straße, Haeselerstraße) im Stadtgebiet umgesetzt werden, doch die dafür benötigten Schilder zur Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h und das Durchfahrtverbot für Lkw mit einer Gesamtmasse von mehr als 3,5 t wurden nicht rechtzeitig geliefert.

Voraussichtlich im Juni können die Schilder aufgestellt werden, sagt Stadtsprecher Thomas Eiting. Sanktionen muss die Stadt Wuppertal wegen des zeitlichen Verzugs nicht befürchten. Im Vertrag mit der Umwelthilfe wurde ausdrücklich eine Umsetzung ab und nicht am 20. Mai vereinbart. Die Stadt wartet außerdem noch auf die Lieferung von fünf Messanlagen (stationäre Blitzer) zum Preis von insgesamt 800 000 Euro, mit denen die Einhaltung der neuen Regeln überprüft und Verstöße sanktioniert werden sollen. Die daraus resultierenden Einnahmen für die Stadtkasse dürften ein nicht unerwünschter Nebeneffekt sein.

Die neuen Geräte messen nicht nur die Geschwindigkeit

„Diese modernen Geräte können mehr als nur die Geschwindigkeit messen“, sagt Rolf-Peter Kalmbach, Leiter der Abteilung Straßentechnik der Stadt Wuppertal. So liest der Blitzer auch Kennzeichen von Lastwagen ab einer Gewichtsklasse aus, für die das im April vereinbarte Durchfahrtverbot gilt. „Wir können dann den Fahrzeughalter ansprechen und um Aufklärung bitten, ob es sich bei der Fahrt um einen Quell- oder Zielverkehr handelt, der ausdrücklich vom Durchfahrtverbot ausgenommen ist“, sagt Kalmbach.

In der Ratssitzung drehte sich die Debatte um die Beschilderung im Bereich Robert-Daum-Platz/Briller Straße. Klaus Lüdemann (Grüne) äußerte die Befürchtung, dass ein wahrer Schilderwald gepflanzt werde. Michael Müller (CDU) sieht die Gefahr, dass die Lastwagenfahrer die Nützenberger Straße als Ausweichroute für sich entdecken könnten, da ihnen die Fahrt bergwärts über die Briller Straße bis zur Auffahrt A 46 verwehrt sei. Um dies zu verhindern, würden Vorwarnschilder an der B 7 in beiden Richtungen schon vor dem Robert-Daum-Platz auf die Einschränkungen für Lastwagen hinweisen, erklärt Rolf-Peter Kalmbach. Auf dem Steinweg zwischen Einmündung Paul-Humburg-Straße und Auffahrt A 46 wird ebenfalls bergwärts ein Durchfahrtverbot für schwerere Lastwagen bestehen.

Tempo 40 wird zwischen der Einmündung Nützenberger Straße und der A 46 gelten, Tempo 30 auf einem Abschnitt an einer Kita an der Briller Straße. Weitere Tempo-40-Abschnitte: Steinweg zwischen Einmündung Paul-Humburg-Straße und Auffahrt A 46, Gathe/Morianstraße zwischen Knoten Hofkamp und Uellendahler Straße (Einmündung Wiesenstraße), Westkotter Straße: Abschnitt zwischen Knoten Mühlenweg und Märkische Straße sowie Haeselerstraße zwischen Grotenbecker Straße und Einmündung Hammersteiner Allee.