Kultur Liederabend mit Annika Boos auf der Insel in Wuppertal: Wiederentdeckung einer Musikerin

Wuppertal · Kennen Sie Pauline Viardot-García? Die wenigsten kennen diese hochkarätige Musikerin, obwohl sie eine der berühmtesten Opern- und Konzertsängerinnen des 19. Jahrhunderts, eine sehr gute Pianistin und produktive Komponistin war, und ihr die Musikwelt zu Füßen lag.

 Annika Boos (Sopran) wurde von Igor Parfenov  am Klavier begleitet.

Annika Boos (Sopran) wurde von Igor Parfenov  am Klavier begleitet.

Foto: Andreas Fischer

Annika Boos, Igor Parfenov und Marlene Baum stellten die geniale Künstlerin am Sonntagabend im Rahmen eines kurzweiligen Liederabends auf der Insel im Ada vor. Die Sängerin Annika Boos lud die Besucher zu einer interessanten und auch amüsanten musikalischen Reise ins 19.Jahrhundert ein. Von einer „Fleur desséché“, sang sie im ersten Lied und erzählte anmutig die Geschichte der Blume, die getrocknet in einem Buch gefunden wird. Mit ausgewählten Texten stellte Marlene Baum die Multi-Musikerin vor, die es wiederzuentdecken galt. Pauline Garcia wurde 1821 in Paris geboren und wuchs in einer berühmten Musikerfamilie auf. Sie bekam Klavierunterricht von Franz Liszt, später war sie eng mit Clara Schumann befreundet. Schon als Kind stand sie auf der Bühne, mit 16 Jahren widmete sie sich auf Wunsch der Mutter dem Gesang und wurde zur berühmten Mezzosopranistin. Schön und eigenwillig habe sie die Arie der Rosina in Rossinis „Barbier von Sevilla“ gesungen, ist überliefert.